Covid-Test © Cavan, stock.adobe.com
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3.11.2021

2,5G im Job – Ja, aber nur mit ausreichendem Testangebot

„2,5G im Job ist nach Meinung der Gesundheitsbehörden unerlässlich, aber dazu müssen die Testmöglichkeiten schnell ausgebaut werden“, verlangt AK Präsidentin Renate Anderl.

„Denn gerade am Land mangelt es an PCR-Testmöglichkeiten. Hier müssen die Bundesländer schnell in die Gänge kommen. Das ständige Hin und Her und die teils nicht bundeseinheitlichen Corona-Maßnahmen verunsichern die Beschäftigten – wer soll sich da noch auskennen?“, fragt Anderl. „Wenn Maßnahmen geplant sind, muss auch das Angebot passen, ansonsten ist das alles aberwitzig. Zudem müssen die Risikogruppen besser geschützt werden.“

PCR-Testmöglichkeiten gehören rasch ausgebaut 

„Für 2,5G am Arbeitsplatz braucht es ein ausreichendes, umfassendes Testangebot – dafür muss die Bundesregierung sorgen“, so Anderl. In manchen Bundesländern, etwa Wien, ist die Versorgung der PCR-Testung durch Gurgeltests in Supermärkten, Drogerien oder Tankstellen flächendeckend organisiert und das funktioniert auch. Im ländlichen Raum ist die Situation leider eine völlig andere. Teilweise wurde das Testangebot sogar eingeschränkt, sodass man für Gurgeltests oft große Entfernungen in Kauf nehmen muss.

Risikogruppen müssen besonders geschützt werden 

Auch Risikogruppen melden sich besonders oft in der Beratung der Arbeiterkammer und schildern besorgt ihre Situation am Arbeitsplatz: Während man zunehmend auf die Präsenz im Betrieb setzt, steigt bei nicht impfbaren Hochrisikopersonen die Angst vor der Infektion am eigenen Arbeitsplatz. „Die Freistellungsmöglichkeit für Risikogruppen ist Ende Juni ausgelaufen. Eine Verlängerung wäre leicht möglich, die Bundesregierung muss Betroffenen angesichts der Infektionszahlen rasch den notwendigen Schutz gewähren“, appelliert Anderl.

„Wir brauchen schnell Lösungen, die Uhr tickt, die Zahlen steigen“, so die AK Präsidentin. „Aber es muss auch für jene, die sich nicht impfen lassen können, Angebote geben. Die Sozialpartner stehen der Politik gerne mit ihrem Know-how zur Verfügung.“

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