28.6.2018
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AK Präsidentin Anderl zu 12-Stunden-Tag: „Reparaturversuch ist nicht genügend!“

AK Präsidentin Renate Anderl sagt: „Es bleibt dabei, dass der 12-Stunden-Tag jederzeit möglich ist. Die Freiwilligkeit ist in der Realität ein leeres Versprechen. Das Gesetz ist schlecht für Familie, Freizeit, Gesundheit.“ Den Ankündigungen der Regierungsvertreter fehlt die Konkretisierung, kritisiert die AK.

Die vorläufigen Erklärungen reichen längst nicht für Entwarnung:

  • Die Freiwilligkeit stand bis dato schon im Gesetz, wenn es um 12-Stunden-Arbeitstage geht. Sie wird somit nicht mehr neu hineingeschrieben, sondern bleibt nur erhalten. In der Praxis ist die Freiwilligkeit schwer durchsetzbar, weil der Arbeitgeber immer am längeren Ast sitzt. Das wissen wir aus der AK Arbeitsrechtsberatung.

  • Bei der 4-Tage-Woche fügt die Ankündigung der Regierung der bestehenden gesetzlichen Regelung nichts Neues hinzu.

  • Beim Zeitausgleich fehlt das Recht der ArbeitnehmerInnen, zu bestimmen, wann er beansprucht werden kann.

  • Betriebsvereinbarungen mit fairem Ausgleich für die elfte und zwölfte Stunde werden nach dem jetzt vorliegenden Text nichtig. Der Schutz durch den Betriebsrat bei der elften und zwölften Stunde wird ausgehebelt.

  • 12-Stunden-Tage schaden der Gesundheit. Für die elfte und zwölfte Stunde braucht es mehr Erholung als für die vorangegangenen.

Sobald der Gesetzestext konkret vorliegt, wird die AK eine genaue Analyse vorlegen.

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