Publikation

Frauen - Management - Report

Nach deutschem Vorbild gilt seit 1. Jänner 2018 auch in Österreich eine Quote von 30 %, die zu einem ausgewogeneren Geschlechterverhältnis in den Aufsichtsratsgremien großer und börsen­notierter Unternehmen führen soll. Damit reiht sich Österreich in die Riege von mittler­weile zehn Ländern Europas ein, die der eklatanten Unterrepräsentanz von Frauen in der Unter­nehm­ens­führung und -kontrolle der europäischen Wirtschaft mit verbindlichen Ziel­vor­gaben begegnen. Das sogenannte „Gleichstellungsgesetz von Frauen und Männern im Auf­sichtsrat (GFMA-G)“ gilt als wichtiges Instrument, um der ungleichen Verteilung von Führ­ungs­positionen nach Geschlecht entgegenzuwirken. Ausnahmen führen zwar dazu, dass wohl nur 70 bis 80 Unternehmen in die Pflicht genommen werden, dennoch kann es immerhin dort ge­lingen, die Mindestanforderungen an einen gleichberechtigten Auswahlprozess für Spitzen­po­si­tionen sicherzustellen. Dies ist gerade vor dem Hintergrund entscheidend, dass die Auf­sichts­rats­bestellung sehr informell und unstrukturiert abläuft. Insbesondere für Frauen ist es schwie­rig, als Kandidatinnen wahrgenommen zu werden, zumal sie nur selten Teil der re­le­vant­en Netzwerke sind. Demzufolge enden Laufbahnen von Frauen zumeist in der zweiten oder dritten Führungsebene, während Männer dank der richtigen Beziehungen, ausgeprägter Präsenzkultur und hoher Sichtbarkeit vergleichsweise „geschmeidig“ an die Spitze gelangen.

Frauen Management Report 2018 © AK Wien

Art der Publikation:
Studie

Erscheinungsort:
Wien

AutorenInnen:
Lisa Marie Seebacher, Christina Wieser

Seitenanzahl:
41 S.

HerausgeberIn:
Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien

ISBN:
978-3-7063-0713-0

Datum/Jahr:
Februar 2018