31.3.2021

Besseres Klima und neue Jobs durch mehr Fernwärme und Fernkälte

Derzeit heizen etwa 1,4 Mio. Menschen in Österreich mit Fernwärme. Nach einer Analyse der Österreichischen Energieagentur (AEA) soll diese Anzahl bis 2050 auf 2,1 Mio. KundInnen steigen. Zudem soll das Fernwärmesystem der Zukunft fast vollständig auf Basis erneuerbarer Energie betrieben werden. Dafür sind aber massive Investitionen in dem Bereich notwendig. Doch der AK geht das zu langsam.

Investitionen ausweiten

„Eine Ausweitung um 90 Millionen Euro pro Jahr aus der EU-Resilienzfazilität wäre notwendig, damit die noch auf Unterstützungen wartenden rund 160 Projekte rasch umgesetzt werden können“, sagt AK Energieexpertin Dorothea Herzele. Die Investitionen würden dazu beitragen, dass beim Heizen und Kühlen von Räumen weniger CO2 ausgestoßen wird – zudem werden AK Schätzungen zufolge rund 500 Arbeitsplätze zusätzlich entstehen.  

Arbeitsplätze schaffen

Als problematisch erachtet Herzele, dass in der Regierungsvorlage des Erneuerbaren Ausbaugesetzes Paketes (EAG), das auch das Wärme- und Kälteleitungsausbaugesetz (WKLG) enthält, vorgesehen ist, für Förderansuchen, die nach dem Inkrafttreten dieser WKLG-Novelle eingereicht werden, keine Fördermittel mehr zur Verfügung zu stellen.

„Das bedeutet einen Stopp für alle neuen Fernwärme- und Fernkälteleitungsprojekte. Damit wäre der weitere Ausbau der Wärme- und Kälteleitungen gefährdet“, so Herzele. Damit sind nicht nur die Ziele der Dekarbonisierung in der Raumwärme gefährdet. Gerade jetzt – inmitten der schwersten Arbeitsmarktkrise der Zweiten Republik – sollte die Chance auf sinnvolle Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen unbedingt wahrgenommen werden.

Grafik © Tea Mina Jaramaz
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