21.6.2018
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Überstunden-Explosion

Das neue geplante Gesetz zum 12-Stunden-Tag erweitert auch den jährlichen Überstundenrahmen enorm: Aufs Jahr gesehen sind rund ein Drittel mehr Überstunden möglich. Waren bisher max. 320 Überstunden im Jahr zulässig, wären es nach der Novelle 416 Überstunden. Das hat der Arbeitszeit-Spezialist Ximes analysiert.

Grafik © Tea Mina Jaramaz

Schon mit der bisherigen Regelung fallen in Österreich viele Überstunden an: Insgesamt wurden 2017 rund 250 Millionen Mehr- und Überstunden von den ArbeitnehmerInnen geleistet, rund ein Fünftel (45 Millionen) davon ohne Bezahlung oder Zeitausgleich! Die unbezahlte Mehrarbeit bedeutet einen Einkommensausfall von 1 Milliarde Euro und sie entspricht 26.000 Vollzeitarbeitsplätzen.

Die AK ist gegen das neue Gesetz zum 12-Stunden-Tag.

Forderung

Gefordert werden auch:

  • Effektive Arbeitszeitkontrollen
  • Eine Registrierkasse für die Arbeitszeit“ durch elektronische, fälschungssichere Arbeitszeitaufzeichnungen. 
  • Keine Verfallsfristen für die Geltendmachung von Mehr- und Überstunden! 
  • Überstunden-Duplum: Bei mutwilliger Vorenthaltung von Mehr- und Überstundenentgelt sollen sich die Ansprüche der ArbeitnehmerInnen verdoppeln. Bisher müssen ArbeitgeberInnen nur nachzahlen, was den ArbeitnehmerInnen sowieso zusteht.


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