19.4.2018
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Anstieg der Nettomieten liegt weit über der Inflation

Im Jahresabstand stiegen die Nettomieten (= Mieten ohne Betriebskosten) um ca. 4,1 %. Dem gegenüber betrug die allgemeine Preissteigerung – gemessen anhand des Verbraucherpreisindex – 1,9 %. Diese Entwicklung kann man schon seit Jahren beobachten, und eine Abkehr von diesem Trend ist nicht erkennbar. Im Gegenteil: die angespannte Wohnungssituation wird wohl weiterhin Wohnen als starken Preistreiber identifizieren. Diese unliebsame Tatsache wirkt sich besonders auf Haushalte aus, die sich im unteren Einkommensbereich befinden. Die Nettomietausgabenbelastung ist bei diesen Haushalten 8mal höher als bei Haushalten im oberen Einkommenssegment.

Grafik © Tea Mina Jaramaz

Mieter und Wohnungssuchende müssen wirklich entlastet werden!

Vordringliche Maßnahmen dem Trend des Mietzinsanstiegs entgegenzuwirken, ist die Ausweitung der öffentlichen Wohnbautätigkeit. Leistbares Wohnen hängt jedoch auch von einer fairen Mietrechtsgestaltung ab. Es braucht dazu ein einfaches, einheitliches Mietrecht mit wirksamen gesetzlichen Mietpreisbegrenzungen. Darüber hinaus müssen die Lagezuschläge ganz klar begrenzt werden mit maximal 25 Prozent des Richtwerts. Befristungen müssen gestrichen werden – außer bei Eigenbedarf der Vermieter. Die Maklerprovision für Mieter muss weg. Ebenso es braucht klare Erhaltungsregeln für Vermieter für die gesamte Wohnungsausstattung. Grundsteuer und Versicherung müssen aus den Betriebskosten gestrichen werden, das ist Sache des Vermieters.

TIPP

Wohnen ist einer der Schwerpunkte unserer Dialog-Initiative „Wie soll Arbeit?“ gemeinsam mit dem ÖGB. Sie läuft bis Ende Mai. Mehr Infos unter www.wie-soll-arbeit.at.

AK Mietumfrage: Die Ergebnisse

Mehr als 3.300 Menschen haben bei der Online-Umfrage mitgemacht. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Mietobergrenzen und ein neues Mietrecht müssen her!

AK Konsumentenbilanz: Top Aufreger Wohnen

Rund 334.000 KonsumentInnen suchten im Vorjahr österreichweit Rat bei den Arbeiterkammern. Die drei Top-Ärgernisse: Wohnen, Geld und Versicherungen.

Mietvertrag

Der Mietvertrag regelt Rechte und Pflichten. Lassen Sie sich alle mündlichen Zusicherungen schriftlich bestätigen.

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