1.8.2018
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Keine Angst vor dem Strukturwandel

Die Digitalisierung ist keineswegs die erste Herausforderung für die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Arbeitskräfte in Österreich. Die gesamte Nachkriegszeit ist geprägt von einem ständigen Strukturwandel. Während 1951 noch ein Drittel der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft tätig war, waren es 30 Jahre später nur noch knapp neun Prozent – und nochmal 30 Jahre später nicht ganz vier Prozent.

In der Sachgütererzeugung nahm die Beschäftigung zunächst zu und ging dann wieder zurück. Obwohl seit 1951 939.000 Jobs in der Land- und Forstwirtschaft und 293.000 in der Sachgütererzeugung verloren gingen, ist die Beschäftigung in diesen 6 Jahren – von 1951 bis 2011 – um 712.000 oder 21 Prozent gestiegen.

Wann immer also Horrorzahlen von zu ersetzenden Jobs kursieren, muss man sich vergegenwärtigen, dass Strukturwandel weder neu noch unbewältigbar ist. Wenn sozialer Ausgleich, Bildungsangebote und die Flexibilität der Erwerbstätigen entsprechend gesichert sind, dann ist der Wandel von Vorteil. Der Lebensstandard eines Landarbeiters oder einer Landarbeiterin in den 50er Jahren war nämlich deutlich geringer als der eines oder einer heute Beschäftigten.

Grafik © Tea Mina Jaramaz

Quellen: ÖSTAT bzw. Statistik Austria: Volkszählungen 1934-2001; Werte 1934-91 daher nicht vergleichbar mit jenen für 1991-2001; Erwerbspersonen nach Lebensunterhaltskonzept = selbst. Erwerbstätige und Mithilfende, unselbst. Erwerbstätige (inkl. Präsenz- und Zivildiener, KarenzgeldbezieherInnen, aber ohne geringf. Besch.), Arbeitslose. Sekundärer Sektor = Sachgüterproduktion, Bauwesen, Energie- u. Wasserversorg., Bergbau.

  Land- u. Forstw. Sekundärer Sektor Dienstleistungen Gesamt
 Jahr Pers. In Tsd % Anteil Pers. % Anteil Pers. % Anteil Pers.
1934 1.224 37% 1.057 32% 1.015 31% 3.295
1951 1.080 33% 1.242 38% 985 30% 3.308
1961 767 23% 1.378 41% 1.186 36% 3.332
1971 426 14% 1.297 43% 1.314 43% 3.037
1981 290 9% 1.399 41% 1.723 50% 3.412
1991 214 6% 1.313 36% 2.157 59% 3.684
1991 214 6% 1.257 34% 2.213 60% 3.684
2001 149 4% 1.088 28% 2.597 68% 3.834
2011 141 4% 949 24% 2.929 73% 4.019
2015 147 4% 938 22% 3.086 74% 4.172


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