5.9.2019

Starker Anstieg bei Langzeitarbeitslosigkeit

Das Wachstum der Beschäftigung der letzten Jahre hat zu vielen Arbeitslosen nichts gebracht. Besonders betroffen: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über dem 45. Lebensjahr. Die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit mit einer Dauer von mehr als 2 Jahren zeigt das deutlich.

Grafik © Tea Mina Jaramaz
© Tea Mina Jaramaz

  

Dabei werden für ältere Arbeitslose erhebliche Budgetmittel eingesetzt – hauptsächlich für Lohnsubventionen an Arbeitgeber, die ältere Arbeitslose einstellen.  

Die Zahlen zeigen ganz klar:

  • Die Abschaffung der Aktion +20.000 war ein arbeitsmarktpolitischer Fehler.

  • Alleine auf Lohnsubventionen zu setzen, ist zu wenig.

  • Mehr Übergangs-Arbeitsplätze in Beschäftigungsprojekten können helfen.

  • Das Wichtigste aber ist: Staatlich finanzierte Arbeitsplätze für Arbeitslose, die länger als 2 Jahre arbeitslos sind in den Kommunen und in Nichtregierungsorganisationen. Denn Bürgerinnen und Bürger in den Gemeinden können mehr und bessere soziale, kulturelle oder ökologische Dienstleistungen so gut brauchen wie die Langzeitarbeitslosen einen Arbeitsplatz.