13.8.2020

Mehr Personal für das AMS – bessere Unterstützung für Arbeitssuchende

Die Arbeitslosenzahlen sind auf Rekordniveau. Gute Vermittlung braucht Zeit für Beratung und Unterstützung bei der Arbeitssuche. Das kann nur mit mehr MitarbeiterInnen im AMS geleistet werden. Will die Bundesregierung die Folgen der Corona-Krise ernsthaft bekämpfen, dann muss sie dafür Geld in die Hand nehmen, unter anderem für mehr Personal im AMS. „Wir brauchen diese zusätzlichen Stellen schnell, und wir brauchen 500 neue MitarbeiterInnen für das AMS“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl.

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Die MitarbeiterInnen des AMS brauchen außerdem dringend Entlastung, denn sie haben während der Krise enorme Leistungen erbracht: Ein wesentlicher Teil des Krisenmanagements, sowie die Unterstützung der vielen Arbeitslosen lag und liegt auf ihren Schultern. Sie haben dafür weder Applaus bekommen, noch sind ihre Leistungen anders honoriert worden.

Mit Kurzarbeit konnten viele Jobs gerettet werden, doch dahinter steckt Arbeit. Die Bewältigung der Kurzarbeits-Anträge, die Beratung der AntragstellerInnen und nun die Abrechnung der zig tausenden Anträge haben zu einer immensen Mehrbelastung der Angestellten des AMS geführt. Ende Mai wurden etwa 146.830 vollständige Anträge auf Kurzarbeit gezählt, das betraf rund 1,3 Millionen Arbeitsplätze.

Auch für eine möglichst rasche Umsetzung der von der Bundesregierung angekündigten neuen, österreichweiten Arbeitsstiftung für 100.000 Arbeitssuchende braucht es mehr AMS Personal.