18.4.2019

Öster­reichs Kredit­sektor schreibt satte Gewinne

Die heimische Banken­land­schaft hat die Finanz­krise überwunden und steht wieder auf sehr soliden Beinen. Die gute wirtschaftliche Ent­wicklung in den vergangenen beiden Jahren schlägt sich in stabil niedrigen Wert­berichtigungen und hohen Gewinnen nieder, auch die Reduktion der Banken­abgabe trägt zur Gewinn­steigerung bei.

So konnte der österreichische Kredit­sektor 2018 einen Jahres­überschuss von 5,699 Milliarden Euro verzeichnen – eine Steigerung von 15,5 (!) Prozent gegenüber 2017. Damit wurde die Prognose zum 3. Quartal 2018 für das Gesamt­jahr mit 4,98 Milliarden Euro deutlich übertroffen. Die öster­reich­ischen Banken erzielen zwei Mal in Folge ein All-time-High-Ergebnis!

Grafik © Tea Mina Jaramaz
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Freuen dürfen sich vor allem die Aktionär­innen und Aktionäre. Denn die drei börsen­notierten Banken – Bawag, RBI und Erste Group – zahlen in Summe satte 1,1 Milliarden Euro an ihre Anteils­eigner­innen und Anteils­eigner aus.

Weniger Grund zur Freude haben die Beschäftigten in den Finanz­instituten. Seit dem Zusammen­bruch der US-Investment­bank Lehman Brothers im Jahr 2008, der gleichzeitig den Beginn der Finanz­krise markierte, sank der Personal­stand um mehr als 6.700 auf zuletzt 73.508 Beschäftigte. Weniger Personal muss die neuen Anforderungen, die an die Banken gestellt werden – Stich­wort Digitalisierung – stemmen.

Forderung

Derzeit laufen die aktuellen KV-Verhandlungen. Die AK plädiert für einen fairen Abschluss, der die Leistungen der Bank­mitarbeiter­innen und Bank­mitarbeiter entsprechend berücksichtigt.