18.2.2019

Lkw-Abbiege-Assistenten: Förderung muss mit weniger Zeitdruck für LenkerInnen Hand in Hand gehen

„Für alle Verkehrs­teilnehmer­innen und Verkehrs­teilnehmer bringen Abbiege­assistenten für Lkw mehr Sicherheit. Deshalb muss die Nach­rüstung von Lkw mit Abbiege­assistenten notfalls auch vorerst auf nationaler Ebene so rasch wie möglich kommen“, sagt die Leiterin der AK Abteilung Umwelt und Verkehr, Sylvia Leodolter. 

Eine staatliche Förderung der Abbiege­assistenten sei aber nur zu recht­fertigen, wenn es gleichzeitig auch Verbesserungen bei den Arbeits­bedingungen der Lenker­Innen gibt“, sagt Leodolter. „Denn weniger Zeitdruck für die Lenkerinnen und Lenker bringt automatisch mehr Sicherheit auf den Straßen.“ Die AK werde da ebenso wie die Verkehrs­gewerkschaft Vida wichtige Expertise einbringen. Wichtig für die Verkehrs­sicherheit ist außerdem: Mehr Kontrollen von Lenk- und Ruhezeiten und des technischen Fahrzeug­zustands.  Die AK fordert den Minister auf, die Zusammen­arbeit aller Behörden im Rahmen einer Kontroll­plattform, die mehr und besser abgestimmt kontrolliert, rasch in Angriff zu nehmen. 

Abbiegeassistenten auch für Busse

Aus Sicht der AK darf es nicht nur um die etwa 80.000 in Österreich zu­ge­lassenen Lkw ab 3,5 Tonnen gehen. Auch etwa 10.000 Busse bräuchten die Abbiege­assistenten, wobei die Frage des gewählten Systems offen­bleiben sollte. Vor allem Linien­busse in den Städten bieten den Fahrern jetzt schon eine gute Rundum-Sicht. 

EU-Weite Nachrüstung 

Und es muss auch um die Fahrzeuge gehen, die aus dem Ausland kommen und durch Österreich fahren. „Mehr Sicherheit auf den Straßen gibt es nur, wenn alle Fahrzeuge, nicht nur die in Österreich gemeldeten, mit Abbiege­assistenten ausgestattet werden“, so Leodolter. „Bisher ist eine entsprechende EU-Initiative im Ansatz stecken geblieben.“ 

Blog Arbeit & Wirtschaft


Links

Blog Arbeit & Wirtschaft