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Regionalbahnen

Die ÖBB haben vor, das Regionalbahnnetz bis 2025 um weitere 700 km zu kürzen und sich aus den Regionen zurückziehen. „Wir sind strikt dagegen, dass sich die Bahn aus der Fläche zurückzieht“, sagt dazu Gottfried Winkler, Vorsitzender der Sektion Verkehr in der Gewerkschaft vida.

Regionen mit Zukunft brauchen die Bahn

Für die Zukunft der Regionen seien die Regionalbahnen wichtige Leistungsträger, die erhalten werden müssen. Die bisherigen Erfahrungen mit Bahnübernahmen durch die Bundesländer seien allerdings sehr unterschiedlich: „Das reicht vom Bahn-Kahlschlag in Niederösterreich bis hin zur geglückten Übernahmen in Salzburg. Kompromisslos sind wir, wenn Sparzwänge auf Kosten der Sicherheit oder der EisenbahnerInnen gehen“, betont Winkler.

Gemeinsam mit der AK, dem Klimabündnis Österreich, vcö, Institut für Ökologische Stadtentwicklung und der Fahrgastinitiative probahn sowie weiteren Verkehrsinitiativen wurde deshalb im Vorfeld des 1. österreichweiten Regionalbahntages am 16. September 2012 die Resolution „Regionen mit Zukunft brauchen die Bahn“ verabschiedet, die sich an den Bund, die Länder und ÖBB richte, erklärt Winkler.

Kooperation von Bus und Bahn statt Konkurrenz

„Attraktive Regionalbahnen sichern die tägliche Mobilität von PendlerInnen und schaffen regionale Arbeitsplätze. Es reicht nicht, wenn einfach Buslinien das Bahnnetz ersetzen. Das führt unweigerlich zu Fahrgastschwund. Was es braucht, ist Kooperation von Bus und Bahn statt Konkurrenz, flächendeckende ÖV-Angebots- und Servicestandards im Rahmen eines österreichweiten Taktverkehrssystems“, so Verkehrsexpertin Sylvia Leodolter von der Arbeiterkammer.

Erfolgreiche Beispiele für Regionalbahnübernahmen aus der Praxis gebe es genug: „Eines davon ist die Vinschgerbahn in Südtirol. Diese war bereits 15 Jahren stillgelegt, wurde dann vom Land übernommen. Das Schienennetz wurde saniert, Busse wurden als Zubringer eingerichtet, und mit modernem Zugmaterial gibt es dort Fahrgastzuwächse von 300 Prozent“, so Peter Czermak vom Klimabündnis Österreich.

„Was es braucht, sind die notwendigen Finanzmittel für Investitionen und den Betrieb der Regionalbahnen“, verweist Peter Haibach von der Fahrgastinitiative probahn auf das Straßennetz: „Auch die Bundesstraßen wurden an die Länder abgegeben. Dort erhielten sie aber auch die dafür notwendigen Finanzmittel.“

Mehr Sicherheit für Fahrgäste

Nur eine ein­heit­li­che Aus­bil­dung der Bahn­be­schäf­tig­ten ga­ran­tiert Si­cher­heit.

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