3.12.2015

Wechsel zwischen Auto, Bahn, Bus und Rad erleichtern

Immer mehr BerufspendlerInnen und sich wandelnde Verkehrsgewohnheiten: Die Verkehrspolitik in der Ostregion muss sich auf mehr Fahrgäste und neue Anforderungen einstellen, fordert die AK. „Wir wissen aus Umfragen: Immer mehr Beschäftigte variieren auf dem Weg zur Arbeit je nach Wetterlage, nach Wegezweck, nach Bedarf im Betrieb oder nach Vorhandensein einer Mitfahrgelegenheit ihr Fahrzeug. Auto, Bus, Bahn oder Rad werden je nach Jahreszeit, Notwendigkeit oder Gelegenheit individuell kombiniert“, sagt AK Verkehrsexperte Thomas Hader anlässlich einer Diskussionsveranstaltung der AK Wien zur „Mobilität im Ballungsraum Wien.“ 

Regionalbahnen ausbauen

Die Stadt und ihr Umland werden weiter wachsen, allein in Wien werden 2035 über 270.000 Menschen mehr leben.  AK Kommunalpolitik-Expertin Judith Wittrich fordert deshalb nicht nur den Ausbau der Regionalbahnen, sondern auch  die verstärkte Integration der S-Bahnen in den öffentlichen Stadtverkehr in Wien. „Gleichzeitig aber müssen Infos und Service an Haltestellen und in Bahnen und Bussen auch für ungeübtere Nutzerinnen und Nutzer leicht zugänglich sein. Das betrifft sowohl die Tarife wie auch den Fahrplan“, so Wittrich.

Mehr BahnfahrerInnen

Denn immer mehr Menschen wechseln auch angesichts von langen Staus und hohen Spritpreisen in die Bahn. „Diese Einsteiger gilt es zu gewinnen: Mit einfachem, gutem Service und verständlichen Informationen und Tarifen, die digital am Smartphone genauso leicht abzurufen sind, wie analog beim Blick auf Info-Tafeln und Fahrplänen“, so die AK ExpertInnen.

Park & Ride-Stellplätze  kostenlos anbieten

Dreh- und Angelpunkte für die BerufspendlerInnen sind die Knotenpunkte des öffentlichen Verkehrs: Ob Park & Ride, leicht zugängliche und sichere Fahrrad-Abstellplätze am U-Bahnhof oder die schnelle Info beim Wechsel von der Bahn zum Bus, zur U-Bahn oder zur Straßenbahn: Wenn die Öffis leichter nutzbar und eine preiswerte Alternative zum Auto sind, werden immer mehr dieses Angebot nutzen, so die AK.  Dazu gehört auch, dass günstige und ausreichende Park & Ride-Stellplätze schon vor den Toren der Stadt in Bahnhofsnähe kostenfrei angeboten werden.

Bessere Informationen in Bahnen und Bussen

Ganz entscheidend für die PendlerInnen in Bahnen und Bussen: Gute und schnelle Information an Haltestellen und in Zügen über die Dauer von Störungen und Ausweichmöglichkeiten auf Busse oder andere Züge. 

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