21.9.2015

Neue Fahrgast-Rechte müssen rasch und kundenfreundlich umgesetzt werden

„Die verbesserten Fahrgastrechte müssen rasch und kundenfreundlich umgesetzt werden“, fordern die AK VerkehrsexpertInnen. Die AK hatte immer wieder darauf gedrängt, dass neben den Fahrgästen mit Jahreskarten auch diejenigen mit Wochen- und Monatskarten in den Genuss der neuen Fahrgastrechte kommen.

Entschädigungen bei unpünktlichen Zügen

Auch in punkto Entschädigungen bei unpünktlichen Zügen hatte die AK Verbesserungen für die Fahrgäste angemahnt und sich durchgesetzt. So besteht seit 1. Juli 2013 Anspruch auf Entschädigung, wenn mehr als fünf Prozent der Züge einer Strecke verspätet sind. Zuvor konnten die Bahnunternehmen ihre Pünktlichkeitsziele im Wesentlichen selbst bestimmen.

Eine weitere Verbesserung: Für eine kundenfreundliche Abwicklung müssen seit kurzem nicht nur die Eisenbahnunternehmen, sondern auch die Verkehrsverbünde sorgen. „Mit den Verkehrsverbünden sind jetzt alle in der Pflicht“, sagen die AK VerkehrsexpertInnen. „Bisher war die Abwicklung der Entschädigungen bei Unpünktlichkeit zu langsam, zu bürokratisch und für die Bahnkunden und Bahnkundinnen oft nicht nachvollziehbar. Das muss viel besser werden. Das ist für uns eine wichtige Messlatte in Sachen Kundenfreundlichkeit“. 

Broschüre „Gut informiert im öffentlichen Verkehr“

Weil nur der, der seine Rechte kennt, diese auch einfordern kann, informiert die AK die Fahrgäste mit der Broschüre „Gut informiert im öffentlichen Verkehr“ über ihre neuen Rechte.

Die Broschüre soll auch dazu beitragen, dass sich die Pendler und Pendlerinnen über ihre Rechte im Klaren werden: Rund 85.000 Fahrgäste nutzen die Bahnen regelmäßig für die Fahrt zur Arbeit. Davon sind aber bisher nur wenige Tausend überhaupt im Entschädigungssystem registriert.„Zahlreiche Fahrgäste kennen dieses System gar nicht. Diejenigen, die darüber bereits informiert wurden, zögern oft, die für die Teilnahme nötigen, umfangreichen Angaben zu machen“, meint die AK und fordert: „Hier müssen sich Bahnen und Verbünde gemeinsam besser um ihre Fahrgäste kümmern.“

Verbessert wurden die Fahrgastrechte auch, wenn Bahnfahrer und Bahnfahrerinnen Einspruch gegen eine Zahlung fürs Schwarzfahren erheben, etwa wenn sie in den falschen Zug eingestiegen sind oder wegen Probleme mit dem Fahrkartenautomaten keine Fahrkarte lösen konnten. Seit dem 1. Juli müssen diese Einsprüche in nur 4 Wochen abgewickelt werden.

TIPP

Die Broschüre „Gut informiert im öffentlichen Verkehr“ mit vielen praktischen Tipps und Infos zu Fahrgastrechten, Ticketangeboten, Park & Ride-Standorten und Ansprechpartnern gibt es kostenlos bei der AK Wien oder zum Downloaden. 


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