25.03.2013

Neue Feinstaub-Verordnung bei Baumaschinen und Off-Road-Fahrzeugen bringt Entlastung

Die AK sieht in der neuen Feinstaub-Verordnung für schwere Baumaschinen und Off-Road-Fahrzeuge einen längst überfälligen Schritt. „Damit werden bis zu 100.000 ArbeitnehmerInnen vor gesundheitsgefährdendem Feinstaub geschützt“, sagt AK-Umweltexperte Franz Greil.

Einsatzbeschränkungen und Rußpartikelfilter

Gerade schwere Baumaschinen und Off-Road-Maschinen auf Baustellen oder Flughäfen schleudern besonders viel des klar krebserregenden Feinstaubs in die Luft. Je älter die Maschine, desto größer der Schadstoffausstoß. Die neue Verordnung setzt da an und schreibt je nach Alter der Maschine Einsatzbeschränkungen oder den Einbau von Rußpartikelfiltern vor.

Die Verordnung geht in die richtige Richtung. Wir hätten uns allerdings ein rigoroseres Vorgehen im Interesse der Gesundheit der Beschäftigten im Umfeld der Maschinen gewünscht. Auch bei den Traktoren, die ebenfalls hohe Emissionen verursachen, besteht Handlungsbedarf. Eine weitere Hausaufgabe in Sachen Immissionsschutz Luft fehlt außerdem noch immer. Bei Biogas-Anlagen und in der Massentierhaltung muss dringend eine Reform auf den Weg gebracht werden.

Feinstaub-Ausstoß von Pkw, Lkw, Off-Road-Maschinen

Den größten Feinstaub-Ausstoß hat die zahlenmäßig kleinste Fahrzeuggruppe: Laut Umweltbundesamt verursachen Pkw rund 1.400 Tonnen, Lkw rund 1.600 und die schweren Off-Road-Maschinen über 1.900 Tonnen an Feinstaub-Emissionen in der Luft. Etwa 85.000 Beschäftigte in den belasteten Gebieten arbeiten täglich in der Nähe der Baumaschinen, weitere 4.000 Menschen sind auf Flughäfen in Österreich den schädlichen Rußpartikel-Ausstoß schwerer Offroad-Maschinen ausgesetzt, dazu kommen mehrere tausend Beschäftigte in sonstigen Industrie-Anlagen.

Es ist höchste Zeit, dass mehr für den Gesundheitsschutz dieser Beschäftigten und der AnwohnerInnen generell getan wird. „Lieber in Gesundheit investieren“, sagt AK Verkehrsexperte Franz Greil. „Bei weiteren Grenzwert-Überschreitungen drohen in ansonsten eine Verurteilung Österreichs durch den EUGH und hohe Geldstrafen.“ In Fragen der Luftreinhaltung sind auch die Firmen gefordert. Die Verordnung ist jetzt auf dem Weg. Firmen, die jetzt ihre Maschinen mit Partikelfiltern schnell nachrüsten, tun auch viel für die Gesundheitsvorsorge ihrer Mitarbeiter.