11.09.2018

Mehrwegflasche: Freiwilligkeit bewährt sich

Gute Nachricht für Umwelt und KonsumentInnen: „In den Regalen der Supermärkte und Getränkehandlungen finden wir mindestens 22 Prozent aller Getränke (Milch ausgenommen) in Mehrwegverpackungen. Das ermöglicht den Konsumentinnen und Konsumenten eine Wahl, ob sie umweltfreundlichen Mehrweggebinde nutzen wollen oder nicht“, sagt AK Umweltexperte Werner Hochreiter. Die freiwillige Vereinbarung der Sozialpartner zu einem stabilen Angebot von Mehrweg-Verpackungen bei Getränken hat sich damit in den vergangenen Jahren bewährt.

Mehrweg-Bierflasche ausbauen

„Künftig sollten wir also weiter auf Freiwilligkeit statt auf Regulierung setzen, aber dabei einen Schritt weitergehen: Die bei den Konsumentinnen und Konsumenten beliebte 0,33 Liter Bierglasflasche sollte verstärkt als Mehrweggebinde angeboten werden“, so Hochreiter.

Unter den Verbraucherinnen und Verbrauchern wird Mehrweg akzeptiert, wenn das mit kurzen Wegen in möglichst vielen Märkten möglich ist. AK Experte Hochreiter: „Der Handel tut derzeit sehr viel für die Wiederverwendung von Plastiksackerln. In diesem Zug könnte auch mehr Mehrweg bei Getränken weiter vorangebracht werden.“ 

Faire Wahl für KonsumentInnen

Die freiwillige Sozialpartnervereinigung zur Bereitstellung von Mehrweggebinden gibt es seit 2011. Sie geht auf eine Ersuchen des parlamentarischen Umweltausschusses an den Umweltminister zurück, wie die Nutzung von Mehrweg-Gebinden bei Getränken zunächst massiv zurückgegangen ist. Die Arbeiterkammer will, dass die KonsumentInnen eine faire Wahl haben. „Das geht nur, wenn Mehrweg leicht und einfach in vielen Märkten angeboten wird.