9.1.2017
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Kaske: „Es braucht Frauenquoten in Aufsichtsräten“

Die Führungsgremien der größten börsennotierten Unternehmen sind Männerdomänen – in Deutschland wie in Österreich. Allerdings ist in Deutschland der Anteil von Frauen in Aufsichtsräten zuletzt markant gestiegen und liegt nun bei mehr als 30 Prozent. Grund dafür war ein neues Gesetz. „Auch in Österreich ist eine solche gesetzliche Zielvorgabe notwendig“, sagt AK Präsident Rudi Kaske.

Deutschland zeigt: Die Quote wirkt

In der Zusammensetzung der Aufsichtsräte gibt es mittlerweile große Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland: Seit einem Jahr (seit 1. Jänner 2016) verpflichtet das Gesetz 101 börsennotierte deutsche Firmen, bei Neubesetzungen im Aufsichtsrat sicherzustellen, dass mindestens 30 Prozent der Posten von Frauen besetzt werden.  Diese Zielvorgabe wurde laut DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) in den DAX-Konzernen bereits überschritten. In Österreich liegt der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der börsennotierten Unternehmen indes nur bei rund der Hälfte ­des deutschen Werts – bei 17,4 Prozent.

„Deutschland zeigt: Die Quote wirkt. Da derzeit keine europaweite Regelung absehbar ist, muss Österreich die Initiative ergreifen und verbindliche Ziele für eine Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat setzen“, sagt AK Präsident Rudi Kaske.

Forderung

Die Arbeiterkammer fordert von der Regierung, rasch verbindliche Zielvorgaben für die Anhebung des Frauenanteils an der Unternehmensspitze zu erlassen, denn der Anteil der erwerbstätigen Frauen müsse sich endlich auch in den Spitzenpositionen der Wirtschaft widerspiegeln.

Im Vorjahr waren – wie der Frauen.Management.Report.2016 der AK Wien zeigt –  96 Prozent der Vorstände in börsennotierten Unternehmen in Österreich Männer und nur vier Prozent Frauen. In Deutschland liegt der Frauenanteil in den Vorständen bei 6,7 Prozent, geht aus einer veröffentlichten Auswertung der Beratungsfirma EY hervor.

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