23.5.2016
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Gerechte Schulfinanzierung nach einem Chancen-Index!

„Wie unsere Schule derzeit finanziert wird, ist ungerecht“, sagt Gabriele Schmid, Leiterin der AK Wien-Abteilung Bildungspolitik, auf der Enquete „Zukunft trotz(t) Herkunft“ in der Arbeiterkammer: „Derzeit spielt bei der Schulfinanzierung die Zusammensetzung der Schülerinnen und Schüler keine Rolle. Die Mittel werden pauschal zugewiesen, unabhängig vom Bildungshintergrund der Eltern, der die Bildungschancen der Kinder prägt. Das muss anders werden.“ Auf der Enquete berichteten ExpertInnen aus Österreich und aus Deutschland, wie Schulfinanzierung nach einem Chancen-Index funktionieren kann, der den Hintergrund der SchülerInnen am Standort berücksichtigt.

Forderung

„Die transparente und gerechte Schulfinanzierung auf Basis eines Chancen-Index ist die Grundlage für mehr Chancengerechtigkeit. Nur wenn sich der Unterricht an den individuellen Voraussetzungen der SchülerInnen und den bestehenden Rahmenbedingungen der Schulstandorte orientiert, können die Potenziale jedes Kindes optimal gefördert werden“, so Schmid. Damit Schulstandorte jedes Kind zum Bildungsziel begleiten können, brauchen sie Ressourcen, die an diese Anforderungen angepasst sind. Die AK fordert „punktgenaue Ausstattung statt eine Verteilung mit der Gießkanne“.

Modelle zum Ausgleich sozialer Benachteiligung durch eine gerechte Mittelzuteilung werden bereits in mehreren Kantonen in der Schweiz, einigen deutschen Bundesländern, Belgien und seit mehr als 25 Jahren in den Niederlanden mit Erfolg praktiziert. Auch die OECD empfiehlt die Umstellung auf eine indexbasierte Mittelverteilung als eine Maßnahme zur Verringerung von sozialer Benachteiligung in der Schule.

Auf der gemeinsamen Enquete von Arbeiterkammer, Armutskonferenz und der Initiative BildungGrenzenlos warf neben anderen Simon Morris-Lange vom Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration einen vergleichenden Blick auf bestehende Modelle bedarfsorientierter Schulfinanzierung in den deutschen Bundesländern. Martina Diedrich vom Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ) in Hamburg wiederum stellte das Modell des Hamburger Sozialindex vor und zeigte, was in den Hamburger Schulen dadurch erreicht wurde.

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