Anderl fordert Kostenersatz für Zwischen­parken von Beschäftigten in der Arbeitslosigkeit

Für AK Präsidentin Renate Anderl „ist es eine Unsitte, wegen kurzfristiger Auslastungsprobleme ArbeitnehmerInnen zu kündigen, um sie innerhalb von weniger als zwei Monaten wiedereinzustellen.“ Arbeitgeber nutzen diese Vorgangsweise in allen Branchen. Das erhöht mutwillig die Arbeitslosigkeit und die Kosten dafür. Mit der Abschaffung der Auflösungsabgabe wird es auch keinerlei finanzielle Anreize mehr für Unternehmen in Richtung kontinuierlicher Beschäftigung geben.

Forderung

„Hier braucht es mehr Fairness und das Verursacherprinzip“, fordert Anderl, dass in Zukunft Arbeitgeber, die diesen Weg nehmen, die dadurch verursachten Kosten in gleicher Dauer, wie das ArbeitnehmerInnen bei Selbstkündigung tun, übernehmen müssen: ArbeitnehmerInnen, die selbst gehen, wird das Arbeitslosengeld nämlich für vier Wochen gesperrt. Wenn Arbeitgeber für das Zwischenparken die Kosten für vier Wochen Arbeitslosigkeit übernehmen müssen, könnte die Arbeitslosigkeit um bis zu 10.000 im Jahresschnitt sinken.


Wifo-Studie

Laut einer Wifo-Studie verursachen Unternehmen mit dem kurzfristigen Zwischenparken von ArbeitnehmerInnen:

  • eine Erhöhung der Arbeitslosenrate um 0,25 Prozent (bis zu rd 10.000 Arbeitslose im Jahresschnitt)

  • Kosten in der Arbeitslosenversicherung von rd 160 Millionen Euro

  • auf Dauer mehr Arbeitslosigkeit und weniger Beschäftigung für die Betroffenen, mit all den negativen Folgen für Einkommen und soziale Absicherung.

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