4.4.2019

AK Präsidentin fordert: „Jetzt den Papamonat umsetzen!“

Die EU sieht in ihrer neuen Work-Life-Balance-Richtlinie als Mindest­maß einen Anspruch auf zehn Tage Auszeit für Väter nach der Geburt vor. In dieser Zeit soll es eine Geld­leistung geben.

In Österreich gibt es für einen Monat einen „Familien­zeit­bonus“ in der Höhe von nur 700 Euro, die noch dazu vom Kinder­betreuungs­geld für Väter wieder abgezogen werden. Außerdem gibt es keinen Rechts­anspruch gegenüber dem Arbeitgeber und keinen Kündigungs­schutz. Aus der AK Arbeits­rechts­beratung wissen wir, dass viele Väter den Familien­zeit­bonus darum gar nicht erst in Anspruch nehmen. 

Forderung

AK Präsidentin Renate Anderl fordert daher: „Die Regierung soll den Papa­monat jetzt rasch umsetzen! Es braucht einen echten Ein­kommens­ersatz statt nur 700 Euro, die hinten beim Kinder­betreuungs­geld für die Väter­karenz wieder abgezwickt werden. Und es braucht einen Rechts­anspruch und Kündigungs­schutz gegenüber dem Arbeitgeber. Die zehn Tage, die in der EU-Richtlinie vorgesehen sind, sollen auf einen Monat ausgeweitet werden. Das ist in einem wirtschaftlich reichen Land wie Österreich leistbar.“ 

Der Papa­monat soll es Vätern bzw. Lebens­partner­innen ermöglichen, in der ersten Zeit nach der Geburt bei Kind und Mutter zu bleiben. Das ist einerseits der Wunsch von immer mehr Vätern. Anderer­seits ist der Papa­monat auch ein wichtiger Schritt in Richtung Gleich­berechtigung von Frauen und Männern. Denn bisher übernehmen Frauen den Großteil der Kinder­betreuung.

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