Junge Menschen mit Mund-Nasen-Schutz © Alessandro Biascioli, stock.adobe.com
© Alessandro Biascioli, stock.adobe.com
28.1.2021

Kinder brauchen Kinder!

„Briefe, die auch der Arbeiterkammer vorliegen, zeigen, dass an Schulen immer noch Unklarheit herrscht, wann Kinder in Betreuung geschickt werden können. DirektorInnen, LehrerInnen und Eltern werden vom Bildungsminister alleine gelassen, unter Druck gesetzt und mit Ankündigungen vertröstet“, kommentiert AK Präsidentin Renate Anderl die Aufrufe vieler Schulen, keine Kinder in die Betreuung vor Ort zu schicken.

 „Diese Briefe zeugen von großer Unsicherheit, fehlender Planung und nicht vorhandenen Konzepten für einen sicheren Schul- und Bildungsbetrieb seitens des Ministeriums!“. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die betroffenen Kinder. 

Kinder leiden massiv unter der Corona-Krise

Im Rahmen einer Sonderbefragung der AK Schulkostenstudie wurde auch der psychische Zustand von Kindern abgefragt. Die Ergebnisse sind erschreckend: Die psychische Gesundheit fast jedes dritten Kindes hat sich während der Corona-Pandemie verschlechtert, unabhängig von den familiären Ressourcen. Jedes vierte Kind ist gereizter und verängstigter.

Die Berichte aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie führen uns schmerzlich vor Augen, dass wir endlich einen Plan brauchen, wie Schule für jedes Kind und jeden Jugendlichen sicher in der Pandemie organisiert werden kann und nicht mehr ob Schule öffnen kann.

Grafik © AK Wien
Bild teilen © AK Wien

Schulbetrieb sollte ein bisschen Normalität ermöglichen

„Es braucht daher besondere Regeln für Kinder und Jugendliche für Kontakt mit Gleichaltrigen außerhalb der Familie, die sie einhalten können und die nicht auf Kosten ihrer psychisch-emotionalen Gesundheit gehen. Schulen sind nicht nur Verwahrungs- und Betreuungsstätten, sondern ein wichtiger Faktor für die kindliche Entwicklung“, mahnt

Anderl. „Wir brauchen endlich Klarheit, wie ein sicherer Schulbetrieb und Bildung organisiert werden kann. Kinder leiden massiv unter der Corona-Krise, zumindest der Schulbetrieb sollte ein bisschen Normalität ermöglichen!“.