8.8.2018

AK warnt vor Fach­kräfte­mangel in der Pflege

Österreich braucht attraktivere Arbeitsplätze in der Pflege. Das zeigen auch jüngste Aufrufe von Pflegeorganisationen. Der Bedarf an professioneller Pflege und Betreuung steigt sowohl altersbedingt als auch in jüngeren Jahren, wegen des Anstiegs chronischer Krankheiten. Gleichzeitig verschärft sich der Mangel an Pflegefachkräften. Ein Grund: Viele ArbeitnehmerInnen in diesem wachsenden Berufsfeld haben mit schwierigen Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Das Programm zur Aufwertung der Pflege fordert bessere Arbeitsbedingungen, bessere Entlohnung und eine bessere Ausbildung.

Forderung

Gemeinsam mit den Gewerkschaften wird sich die AK vor allem dafür einsetzen, dass 

  • die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Das betrifft beispielsweise eine bessere Entlohnung, ausreichend Möglichkeiten zum fachlichen Austausch sowie mehr Zeit für die Betreuung. 
  • die Ausbildungswege zu den Pflegeberufen verbessert werden: Schaffung einer Berufsbildenden Höheren Schule für Gesundheits- und Sozialberufe und Stärkung der arbeitsmarktpolitischen Unterstützung für QuereinsteigerInnen. Das besonders im Bereich der Pflege bewährte Fachkräftestipendium muss daher weitergeführt und darf nicht, wie von der Regierung geplant, eingestellt werden. Die hingegen von der Regierung geplante Pflegelehre wird den Fachkräftemangel in diesem Berufsfeld keinesfalls beheben können. 
  • eine bedarfsgerechte österreichweit einheitliche Personalberechnung eingeführt wird. Dabei müssen zumindest der reale Arbeitsaufwand (inklusive der erforderlichen Beziehungsarbeit mit pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen) ebenso berücksichtigt werden, wie die Fehlzeiten der MitarbeiterInnen aufgrund von Fort- und Weiterbildung, Mutterschutz und ähnlichem.

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