Arbeitsloser sitzt im Warteraum © luxorphoto , stock.adobe.com
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1.12.2020

Nachhaltige Erhöhung des Arbeitslosengeldes jetzt

„Angesichts der Pandemie und der zu erwartenden unverändert angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt auch im nächsten Jahr brauchen unsere Mitglieder und ihre Familien einfach eine bessere Existenzsicherung, wenn sie arbeitslos sind oder werden. Wenn die Regierung den Menschen auf Arbeitsuche, die sich noch lange schwertun werden einen Arbeitsplatz zu finden, ein Weihnachtsgeschenk machen will, soll sie sich zu einer nachhaltigen Absicherung statt Einmalzahlungen durchringen. 

Nur eine Erhöhung auf 70 Prozent ist eine gerechte und unbürokratische Regelung, die notwendig ist, um bei der Krisenbewältigung zu helfen – den Betroffenen direkt und der Wirtschaft indirekt“, fordert AK Präsidentin Renate Anderl einmal mehr ein höheres Arbeitslosengeld, sowie die Gleichbehandlung von KindergeldbezieherInnen und in der Arbeitslosigkeit Erkrankter.

Einmalzahlung ist ungerecht und zu wenig 

„Diese Einmalzahlungen sind ungenügend, für die Menschen nicht nachvollziehbar und mit immensen Bürokratieaufwand für die Beschäftigten des AMS verbunden. Gerade in Zeiten wie diesen sollten sich die AMS-MitarbeiterInnen intensiv um die Arbeitssuchenden bemühen können, statt sich mit komplizierten Regelungen herumschlagen zu müssen.“

Ungleichbehandlungen sind sachlich nicht gerechtfertigt

Mit der aktuellen Regelung für die Einmalzahlung ist der Gesetzgeber zumindest teilweise auf die AK Kritik eingegangen, hat aber bei weitem nicht alle Ungereimtheiten beseitigt. So bekommen KindergeldbezieherInnen diesmal zwar auch eine Zahlung, allerdings weniger als Arbeitslosengeld- oder NotstandshilfebezieherInnen. Auch die „himmelschreiende Ungerechtigkeit“, dass in der Arbeitslosigkeit Erkrankte schlechter gestellt werden, wurde nicht beseitigt. „Diese Ungleichbehandlungen sind in unseren Augen sachlich nicht gerechtfertigt“, kritisiert Anderl.

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