23.4.2020

Anderl an Regierung: Erhöhung des Arbeitslosengeldes jetzt!

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist aufgrund der Corona-Epidemie dramatisch, und niemand weiß, wie lange es dauern wird, bis es wieder aufwärts geht. Ein Ende des Anstiegs der Arbeitslosigkeit ist nicht in Sicht. Hunderttausende Menschen und damit ihre Familien sind mit massiven Einkommensverlusten konfrontiert und fürchten um ihre Existenzen.

Arbeitslosengeld und Notstandshilfe anheben!

„Für die Unternehmen hat die Regierung richtigerweise viel Geld in die Hand genommen um rasch zu helfen. Das ist jetzt auch zur Absicherung jener notwendig, die ihre Arbeit verloren haben oder noch verlieren werden. Ich bedaure, dass die Regierungsparteien im Sozialausschuss des Nationalrates der Erhöhung des Arbeitslosengeldes nicht zugestimmt haben“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl und fordert die Regierung daher auf, das Arbeitslosengeld und die Notstandshilfe umgehend anzuheben.

„Die Menschen haben große Opfer erbracht, sie dürfen nicht zurückgelassen werden.“ Die AK verlangt daher weiterhin ein höheres Arbeitslosengeld und eine höhere Notstandshilfe durch einen Zuschlag in Höhe von 30 Prozent um die Schwächsten der Gesellschaft zu stützen. Anderl: „Das ist sozial und gerecht.“

Mehr Arbeitslosengeld nutzt auch Unternehmen

„Wir wissen aus vielen Untersuchungen, dass Arbeitssuchende ihr Geld nicht unter dem Kopfpolster verstecken, sondern jeder Euro faktisch eins zu eins in den Konsum fließt. Damit sind diese Menschen eine nicht unwesentliche Konjunkturstütze“, rechnet Anderl vor. Und: Auch die öffentliche Hand würde davon profitieren – durch die eingehobene Mehrwertsteuer.