Nachdenklich
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3.3.2022

Degressives Arbeitslosengeld

Eine Idee befeuert die aktuelle Diskussion um eine Arbeitslosenversicherungs-(AlV-)Reform: Führt ein degressiv gestaltetes, also mit zunehmender Dauer geringer werdendes Arbeitslosengeld zu sinkender Arbeitslosigkeit? Der Gedanke dahinter: Die zunehmenden finanziellen Probleme der Arbeitslosen würden einen Anreiz für eine raschere Arbeitsaufnahme darstellen.

Ausgangslage

Derzeit ist die Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld 55 %, faktisch wegen spezieller Regelungen für Geringverdiener:innen wie dem sog. Ergänzungsbetrag bei etwas über 60 %. Nach Ende des Arbeitslosengeld (AlG-)Anspruches – also nach 20, 30 und für Arbeitnehmer:innen über 40 nach 39 bzw. 52 Wochen für über 50-Jährige – folgt die Notstandshilfe, die um 5 % bzw. 8 % niedriger ist als das Arbeitslosengeld und grundsätzlich unbefristet bezogen werden kann. Es gibt daher bereits ein „degressives Arbeitslosengeld“ in Österreich durch den Übergang von Arbeitslosengeld zur Notstandshilfe.

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