Weiblicher Tischlerlehrling beim Hobeln eines Holzstückes © Kzenon, Fotolia.com
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Armut bekämpfen, Chancen schaffen

„Es muss viel mehr getan werden, um wieder mehr Menschen in Beschäftigung zu bringen“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl angesichts der aktuellen Arbeitsmarktdaten. „Der Aufschwung, von dem viele jetzt sprechen, nimmt bei Weitem nicht alle mit. Es brauchen jetzt jene Arbeitslosen wirksame Hilfe, an denen dieser Aufschwung bisher unbemerkt vorübergeht.“ 

70.000 Personen langzeitarbeitsuchend

Vor allem Langzeitarbeitslosigkeit ist ein massives Risiko, in die Armut abzugleiten. Im September waren immer noch fast 70.000 Personen langzeitarbeitsuchend. Anderl: „Die Gefahr, dass aus der Corona-Krise auch noch eine Armutskrise wird, ist real und darf nicht unbearbeitet bleiben.“ Zur Armutsvermeidung von Langzeitarbeitslosen ist die Fortführung der Aufstockung der Notstandshilfe eine kurzfristig wirksame, sinnvolle Maßnahme, die Bundesregierung sollte das rasch in die Wege leiten, so Anderl. Ein langfristig wirksames Mittel gegen Langzeitarbeitslosigkeit sind Jobgarantien. 

Jobgarantien als wirksame Mittel für Arbeit

„Eine Jobgarantie ist ein ganz konkreter Weg zur Verringerung von Arbeitslosigkeit und Armut“, so Anderl. „Ziel sind öffentlich geschaffene Arbeitsplätze für jene Arbeitsuchenden, die keine angemessenen Stellen finden. Die Arbeiterkammer hat mit dem Modell Chance 45 dafür einen konkreten Vorschlag insbesondere für als älter geltende Arbeitsuchende auf den Tisch gelegt.“ Damit sollen öffentlich garantierte und finanzierte, dauerhafte Arbeitsverhältnisse für ältere Langzeitarbeitslose geschaffen werden, mit mindestens 1.700 Euro brutto bei Vollzeit. 

Unsere Forderungen

Zur Verringerung von Armut und Schaffung von Arbeit fordert die AK u.a.:

  • Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent
  • Fortführung der Aufstockung der Notstandshilfe
  • Recht auf Weiterbildung für Beschäftigte und Arbeitsuchende
  • Mehr Budget und Personal für das AMS für gezielte Vermittlung
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