21.11.2016
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Kaske zur Digital Road Map: Arbeit 4.0 muss ganz oben auf der digitalen Agenda stehen

Wie verändert der digitale Wandel die Arbeitswelt? Das ist die Frage die für Präsident Kaske auf der politischen Agenda der Digital Roadmap ganz oben steht.  „Der Digitale Wandel verändert die Arbeitswelt schon heute. Ich wünsche mir, dass diese Veränderung zu Verbesserungen auch für die ArbeitnehmerInnen führt.“ Jede Menge Forschungs- und Gesprächsbedarf bestehe vor allem über die Veränderungen von Arbeitsorganisation, die Entstehung neuer Arbeitsformen sowie die Beschäftigungseffekte neuer Technologien und daraus resultierend die Sicherung der Sozialsysteme: „Wir dürfen nicht abwarten, bis die neuen große Player sich die Regeln so zu Recht biegen, wie es ihnen passt, sondern müssen jetzt beginnen den digitalen Wandel im Interesse der arbeitenden Menschen aktiv zu gestalten“, so Kaske, der fünf zentrale Handlungsfelder auf nationaler und europäischer Ebene formuliert. 

Wenn von digitalem Wandel die Rede ist, wird viel über Technik gesprochen, über Förderung neuer Geschäftsmodelle und die Interessen von mächtigen Internetkonzernen. Doch Kaske betont: „Gerade jene Entwicklungen, die die meisten Menschen ganz direkt betreffen werden, dürfen wir nicht übersehen: Die Veränderungen in der Arbeitswelt“

Wie im wilden Westen wird in der virtuellen Welt ausprobiert was geht

Aufräumen will der AK Präsident mit dem Trend, dass einige der neuen und scheinbar innovativen Geschäftsmodelle vor allem darauf beruhen, Arbeits- und Sozialstandards zu umgehen und daraus Profit zu schlagen. „Wie im wilden Westen wird in der virtuellen Welt ausprobiert was geht. Das ist weder gerecht gegenüber den Menschen, die unter diesen Bedingungen arbeiten, noch gegenüber der restlichen Wirtschaft, die sich auch an bestehende Gesetze halten muss“, so Kaske: „Auf diese Fragen müssen wir Antworten finden, auf nationaler und auf europäischer Ebene.“

Der Digitale Wandel kann keine Ausrede sein, um Standards in der Arbeitswelt zu reduzieren.  „Menschen werden auch in Zukunft Arbeit brauchen, von der sie leben können. Sie werden auf Urlaub fahren, Familien gründen und im Krankheitsfall versichert sein wollen – egal ob sie ihre Arbeit im „digitalen Raum“ oder bei einem traditionellen Arbeitgeber verrichten.  Die Einhaltung von Arbeitsrechten, fairer Entlohnung und sonstiger gesetzlicher Rahmenbedingungen kann nicht davon abhängen, in welcher technischen Organisationsform eine Leistung erbracht wird“, stellt Kaske klar.

Handlungsbedarf

Jetzt sei es an der Zeit, für das nötige Rüstzeug zu sorgen, damit die arbeitenden Menschen für die neue Arbeitswelt gewappnet sind und ihre Rechte und Ansprüche durchsetzen können. „Vom Digitalen Wandel darf nicht nur eine kleine neue Elite profitieren, sondern die Gesellschaft als Ganzes“, so Kaske. Konkret sehe er dringenden Handlungsbedarf vor allem in fünf Punkten:

Forderung
  • Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen: Auch in der digitalen Arbeitswelt müssen Arbeit und soziale Absicherung wie korrekte und faire Entlohnung, Erholungsphasen, Gesundheitsschutz etc. garantiert bleiben. Insbesondere müssen Lösungen für neue Modelle wie etwa Crowdworking-Plattformen gefunden werden.


  • Bildungsoffensive 4.0: Digitale Kompetenzen müssen zu einem integralen Bestandteil der Basisbildung und spezifischen Berufsaus- und -weiterbildung gemacht werden.


  • Stärkung des digitalen Daten- und Beschäftigtendatenschutzes: Die geplante EU-Datenschutz-Grundverordnung muss Unterstützung dazu geben, dass Informationen und Privatsphäre der NutzerInnen und ArbeitnehmerInnen geschützt werden.


  • Abfederung negativer Beschäftigungseffekte: Maßnahmen zur Abfederung möglicher Jobverluste müssen gefunden werden.


  • Gerechte Beiträge von Digitalisierungsgewinnern: Die Produktivitäts- und Effizienzgewinne aus dem digitalen Wandel müssen gerecht verteilt werden. Insbesondere müssen die neuen digitalen Arbeitgeber ihren Beitrag zur Sicherung der öffentlichen Sozial- und Gesundheitssysteme leisten.
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