Gibt es Negativzinsen beim Sparen?

Nein. Sparbücher mit einem variablen (veränderlichen) Zinssatz müssen an einen Leitzinssatz des Geld- und Kapitalmarktes geknüpft sein.

Das ist sehr häufig der Geldmarktzinssatz Euribor (European Interbank Offered Rate), also jener Zinssatz, zu dem sich die Banken untereinander Geld ver­leihen.

Für Sparer bedeutet das: Sinkt der Euribor, dann sinkt auch der Zinssatz am Sparbuch. Steigt der Euribor, dann steigt auch der Sparzinssatz. In letzter Zeit ist allerdings das Phänomen aufgetreten, dass der Euribor negativ sein kann – dadurch könnte auch ein vertraglich vereinbarter Sparzinssatz rechnerisch ins „Minus“ kommen.

Genau diesen Fall schließt ein oberstgerichtliches Urteil aus. Es besagt, dass die Bank den SparerInnen Zinsen am Sparbuch bzw. Sparkonto zahlen muss. Negativzinsen darf es beim Sparen also nicht geben.

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