20.11.2017
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Investmentfondspläne: Nicht von Performance-Zahlen blenden lassen!

Banken bewerben Investmentfondspläne gerne als Alternative zum Sparbuch. Vorsicht, das sind keine Spareinlagen, sondern laufende Investitionen in Investmentfonds. Ein AK Test bei 16 Banken zeigt: Investmentfondspläne können zur Spesenfalle werden. Performance-Angaben sind mit Vorsicht zu genießen. Kosten wie Ausgabeaufschläge und Spesen für das Wertpapierdepot sind in der Performance-Berechnung nicht abgebildet. Performance ist nicht gleich Rendite.

Spesen können sich läppern

Bei den sogenannten Investmentfondsplänen werden Kleinbeträge in regelmäßigen Abständen in Investmentfonds (Anteile an Kapitalanlagefonds) investiert. Es gibt keine festgelegte Laufzeit, sondern, je nach Fondstyp, wird eine Veranlagungsdauer empfohlen. Wie bei jedem Wertpapierkauf fallen unterschiedliche Kosten an.

Die AK hat bei 16 Banken die Rahmenbedingungen und Kosten bei Investmentfondssparplänen unter die Lupe genommen. „Je nach Anbieter kann in österreichische und ausländische Fonds investiert werden“, sagen die AK ExpertInnen. „Angeboten werden je nach Bank 15 bis 3.000 Fonds“. Die Mindestveranlagungssumme beträgt meist zwischen 30 und 50 Euro je Veranlagung. Üblicherweise wird monatlich investiert.

AK Test

Die Spesen bei den Investmentfondssparplänen können sich läppern. Der AK Test zeigt:


  • Spesen beim Ankauf: Der Ausgabeaufschlag beträgt 0,75 bis fünf Prozent (für die abgefragten Fondspläne). Je riskanter der Fondstyp, desto höher die Ausgabespesen. Es ist eine Reduzierung des Ausgabeaufschlags möglich: bei acht von 16 Banken gefunden.
     
  • Spesen beim Verkauf: Verkaufsspesen sind möglich. Die Berechnung ist unterschiedlich. Die Spesen werden pauschal oder abhängig vom Fondswert verrechnet.
     
  • Spesen beim Switch: Wer den Fonds wechselt, muss ebenfalls mit Spesen rechnen.
     
  • Spesen beim Depot: Die Verrechnung der Wertpapierdepotspesen ist unterschiedlich und schwer vergleichbar. Achtung, einige Banken verlangen Mindestspesen. Bei der Veranlagung von Kleinbeträgen auf die Spesenbelastung achten. Denn alleine die Kosten für Depot und Wertpapier-Verrechnungskonto können sich läppern. Sie betragen im ersten Jahr null bis 107 Euro (Annahme Einmalerlag 3.000 Euro, elf Einzahlungen von 50 Euro).  

Sehr oft werben Banken mit der guten Performance. „Performance-Angaben sind nur eingeschränkt aussagekräftig“, warnt die AK. „Sie beziehen sich auf die Vergangenheit. Die anfallen Kosten für den Ankauf, laufende Depotspesen und die Kapitalertragsteuer auf Zinserträge sind rechnerisch nicht berücksichtigt.“ Die Performance ist also nicht mit der individuellen Anleger-Rendite ident.

Die AK KonsumentenschützerInnen raten: „Fragen Sie Ihren Berater nach der Anlegerendite und nach Kosten. Zudem muss der Kunde ein Kundeninformationsdokument erhalten, indem die Eckpunkte des Fonds aufzuschlüsseln sind.“ 

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