20.2.2020

AK Test: „Made in Italy“ – ist im Essen drin, was draufsteht?

Italien steht drauf, Italien ist drin – durchwegs gute Noten stellt die AK den Herkunftsangaben bei Tomatenprodukten aus. Die AK testete bei 20 Tomatenprodukten, ob die Herkunftsangaben des Rohstoffs stimmen. Neu ab 1. April: Werben Hersteller mit dem Herkunftsland eines Lebensmittels und ist das nicht ident mit der Herkunft der primären Zutat, müssen sie das künftig verpflichtend angeben, zum Beispiel bei „Produkt aus Italien“ dann ergänzt um die Klarstellung „mit Tomaten aus Spanien“.

„Bei Tomatenprodukten wurde in der Vergangenheit immer wieder thematisiert, dass bei italienisch angegebenen Rohstoffen auch chinesische Rohstoffe verwendet werden könnten“, weiß AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl. „Daher ist das hier Interesse der Konsumenten schon besonders groß“.

Ergebnis zufrieden stellend

Bei den überprüften Proben von Tomatenmark, gewürfelten, gehackten Tomaten mit Fruchtfleisch sowie passierten Tomaten wird daher auf der Packung bereits jetzt schon bei fast allen deutlich auf das Rohstoff-Herkunftsland Italien hingewiesen. Die AK Kontrolle zeigt: Die Herkunftsangabe des Rohstoffs aus Italien konnte durch die Analysen-Ergebnisse bestätigt werden.

Schwieriger ist es bei den Ketchup-Proben: Bei keinem der Produkte ist derzeit noch eine Herkunftsangabe des verwendeten Rohstoffs explizit angegeben. „Gerade bei verarbeiteten Produkten mit mehreren Zutaten – so wie bei Ketchup – ist eine Beurteilung nach der stabilen Isotopenanalyse-Methode nur mit Einschränkungen möglich“, sagt Schöffl. Das Ergebnis zeigt aber: Bei allen untersuchten Produkten wurde zumindest eine Zuordnung der Herkunft der Tomaten aus mediterranen Ländern als wahrscheinlich beurteilt.

Test

Die AK hat 20 Tomatenprodukte (vier gehackte, gewürfelte Tomaten-, fünf passierte Tomaten-, sieben Tomatenmarkpackungen, vier Tomatenketchup) bei Spar, Billa, Lidl und Hofer eingekauft. Mit der Untersuchung und Beurteilung wurde die Agroisolab GmbH Jülich beauftragt. Geprüft wurde nach der stabilen Isotope-Analyse, die Hinweise liefern kann, ob Herkunftsangaben zutreffend sein können.

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