Ab­zocke bei "Donau­land"

In der Konsumentenberatung häufen sich die Be­schwer­den über „Donauland“.

KonsumentInnen erhalten von „Donauland“ nicht bestellte Waren (meist Bücher oder CDs) samt Rechnung und Er­lag­schein. Wird die Rechnung nicht beglichen, werden die Kon­sum­ent­Inn­en mit Mahn- und Inkassoschreiben eingedeckt. Auf Reklamationsschreiben von KonsumentInnen, in denen darauf hingewiesen wird, dass die unerwünschten Waren nicht bestellt wurden, reagiert „Donauland“ nicht oder mit weiteren Mahnschreiben. Die AK wird dagegen klagen.

Wie Sie auf nicht bestellte Lieferungen reagieren sollten

Wenn Sie von Donauland nicht bestellte Waren samt Rech­nung geliefert bekommen, handelt es sich dabei um eine un­zu­lässige, aggressive Geschäftspraktik.

Das können Sie tun, wenn Sie betroffen sind:

  • Zahlen Sie keinesfalls für nicht bestellte Ware!
  • Grundsätzlich besteht keine Pflicht, unberechtigten Forder­ungen zu widersprechen. Sind Sie sich aber nicht sicher, ob Sie nicht doch eine Ware bestellt haben (etwa weil in der Ver­gang­en­heit wiederholt Bestellungen getätigt wurden), sollte dem Unternehmen sicherheitshalber schriftlich mit­ge­teilt werden, dass die zugesendete Ware nicht bestellt wurde und die Kaufpreisforderung nicht berechtigt ist. Sie können dafür unseren Musterbrief verwenden.
  • Schicken Sie den Brief am besten eingeschrieben und mit Rückschein.
  • Sie sind nicht verpflichtet, die unbestellten Waren an das Unternehmen zurückzuschicken oder aufzubewahren (§ 864 Abs 2 ABGB)!

Keine Pflicht zu quartalsweisen Bestellungen - "Donau­land" ignoriert Kündigungen

In den Zusendungen von „Donauland“ werden Kon­sum­ent­Innen auch darauf hingewiesen, dass noch keine quartals­weise Bestellung eines Artikels erfolgt sei und – sofern keine Bestellung erfolgt –  ein Empfehlungsband zugeschickt würde.

Achtung

Viele KonsumentInnen waren früher tatsächlich Mitglied in der ehemaligen (echten) „Buch­ge­mein­schaft Donauland“ und glauben, dass sie zu einer quartalsweisen Bestellung verpflichtet wären, ob­wohl die Mitgliedschaft oftmals schon vor Jahren ge­kündigt wurde. Versuchen KonsumentInnen die – aus Sicht der AK gar nicht bestehende – Mit­glied­schaft (erneut) zu kündigen, erfolgt seitens des Unter­nehm­ens entweder überhaupt keine Reaktion oder es wird mitgeteilt, dass die Kündigung erst zu einem viel späteren Zeitpunkt (meist zum Jahres­ende 2018) wirksam wird und daher weiterhin Em­pfehlungsbände zugeschickt werden.

Das können Sie tun, wenn Sie betroffen sind:

Lassen Sie sich nicht täuschen oder einschüchtern! Es be­steht für KonsumentInnen keine Pflicht, quartalsweise Be­stell­ung­en zu tätigen oder die vermeintliche Mitgliedschaft gegenüber „Donauland“ (erneut) zu kündigen.

Info

Bei „Donauland“ handelt es sich nicht um die Rechts­­­nach­folger­in der bekannten, ehemaligen „Buchgemeinschaft Donauland“, von der Bücher zu günstigen Konditionen erworben werden konnten und pro Quartal ein Buch gekauft werden musste. Vielmehr steht die in Wien ansässige Firma S24D Shop Direct GmbH dahinter, die auch die Inter­net­seite www.donauland.at betreibt. Eine Kündigung wäre nur dann notwendig, wenn Sie mit dem Unter­nehmen einen (neuen) Vertrag abgeschlossen haben.


Die AK wird "Donauland" klagen.

Muster­briefe

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