27.01.2021

Corona-Hilfe für Familien

Viele Familien geraten während der Coronakrise unverschuldet in Not. Der Corona-Familienhärteausgleich unterstützt diese Familien. 

Wer hat Anspruch? Das sind die Voraussetzungen:

  • Hauptwohnsitz in Österreich
  • Familienbeihilfe für mindestens ein Kind, das im gemeinsamen Haushalt lebt
  • Mindestens ein Elternteil im gemeinsamen Haushalt ist arbeitslos oder wurde auf Kurzarbeit umgestellt.
  • Bei Selbstständigen gilt: Mindestens ein Elternteil im gemeinsamen Haushalt ist wegen Corona in finanzielle Not geraten und zählt zu den Personen, die auch bei der Wirtschaftskammer um Hilfe aus dem Härtefallfonds ansuchen können.
  • Das Familieneinkommen darf eine bestimmte Grenze nicht überschreiten. Diese ist nach Haushaltsgröße gestaffelt. (siehe Richtlinie).

Was wurde vom Ministerium klargestellt:

  • Arbeitslosengeld oder Alterspension werden zum Familieneinkommen gezählt.
  • Wenn ein Elternteil zum Stichtag (28.2.) in Eltern- oder Bildungskarenz war, kann nur dann Unterstützung beantragt werden, wenn der andere, im gleichen Haushalt lebende Elternteil durch Corona in eine Notlage geraten ist.
  • Es kann pro Familie nur ein Antrag gestellt werden - auch wenn beide Elternteile ihr Einkommen durch Corona verloren haben.
  • Wenn ein Elternteil getrennt vom Kind lebt, kann er keine Unterstützung beantragen. Das kann nur jener Elternteil, der die Familienbeihilfe bekommt.
  • Unterstützung aus dem Fonds gibt es für maximal drei Monate

Neuerliche Antragstellung möglich:

Wurde Ihr Antrag abgelehnt, können Sie ab 2. November 2020 einen neuen Antrag stellen. Voraussetzungen dafür sind:

  • Sie haben nach dem Stichtag 28.02.2020 Familienbeihilfe bezogen und einer der folgenden Umstände hat sich seit dem letzten Antrag geändert: 
    • Ihr aktuelles Netto-Familieneinkommen liegt nun unter der Einkommensgrenze.
    • Sie haben Ihren Hauptwohnsitz nun in Österreich.
    • Ihre Familienkonstellation hat sich geändert.

Erfüllen Sie die Bedingungen für den Corona Familienhärtefonds nicht, haben Sie die Möglichkeit, Unterstützung aus dem Familienhärteausgleich zu beantragen. Voraussetzungen sind:

  • Sie sind in einer unverschuldeten finanziellen Notlage, die durch ein besonderes Ereignis (z.B. Krankheit, Behinderung, Todesfall) ausgelöst wurde.
  • Sie beziehen Familienbeihilfe.
  • Sie haben die österreichische bzw. EU-Staatsbürgerschaft (Zuwendungen sind auch für Flüchtlinge, Staatenlose und Drittstaatsangehörige möglich)
  • Andere mögliche finanzielle Mittel (Unterhaltsanspruch, Sozialhilfe, Wohnbeihilfe etc.) reichen nicht aus.

Das Antragsformular finden Sie hier

Was wir erreicht haben

Die AK hat Druck gemacht und konnte wichtige Verbesserungen durchsetzen: Der Familienhärtefonds wird auf insgesamt 150 Mio. EUR aufgestockt und die Antragsfrist bis 31. März 2021 verlängert. 

Was wir jetzt fordern

Jede Familie kann Unterstützung aus dem Corona-Familienhärtefonds nur einmal beantragen und bekommt für maximal 3 Monate Geld. Der Fonds soll auslaufen. Ab April sind keine Anträge mehr möglich. Viele Familien wissen dann nicht mehr, wie es weitergehen soll. Was wir daher fordern:

  • Ein weiterer Antrag muss möglich sein – die Krise dauert jetzt schon länger als 3 Monate!
  • Die Unterstützung muss verlängert werden, solange es Kurzarbeit und Massenarbeitslosigkeit gibt! 

Sie werden Eltern?

Wir gratulieren! Damit Sie in der Aufregung der kommenden Monate den Überblick behalten, haben wir ein neues Tool für Sie entwickelt.

Ihr Elternkalender kennt alle wichtigen Termine und Fristen. Die Übersicht führt Sie verlässlich durch Schwangerschaft, Karenz und Elternteilzeit.

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Kontakt

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Für telefonische Auskünfte steht Ihnen die Hotline des Familienministeriums zur Verfügung: 0800 240 262

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