Sonderbetreuungszeit

Achtung!

Die Möglichkeit, Sonderbetreuungszeit zu vereinbaren, bestand noch bis 31.05.2020. Die Maßnahme wurde von der Bundesregierung nicht weiter verlängert. Sollte sich daran etwas ändern, finden Sie die entsprechenden Informationen sofort auf unseren Internetseiten.

Was ist Sonderbetreuungszeit?

Wenn die Schule oder der Kindergarten Ihres Kindes geschlossen oder eingeschränkt wird und Sie Ihr Kind notwendigerweise betreuen müssen, können Sie mit Ihrem Arbeitgeber eine „Sonderbetreuungszeit“ von bis zu drei Wochen (auch in Teilen – ganztägig/halbtägig) vereinbaren.

Beachten Sie!

Bei der Sonderbetreuungszeit handelt es sich weder um einen Krankenstand, noch um Urlaub oder Zeitausgleich. Der Begriff „Sonderurlaub“ stimmt daher nicht.

Vorteile der Sonderbetreuungszeit

Wie bekomme ich Sonderbetreuungszeit?

Sonderbetreuungszeit ist sowohl für Ihren Arbeitgeber wie auch für Sie vorteilhafter, weil er einen Zuschuss zu Ihren Lohnkosten erhält. Für Sie besteht der Vorteil darin, dass Sie die Notwendigkeit einer Dienstfreistellung nicht jeden Tag neu begründen und beweisen müssen. 

Voraussetzung ist, dass Ihr Kind das 14. Lebensjahr nicht vollendet hat und Ihre Anwesenheit zur Aufrechterhaltung des Betriebes nicht erforderlich ist.

Zusätzlich ist die Vereinbarung einer Sonderbetreuungszeit möglich, wenn Sie Angehörige oder Angehöriger einer pflegebedürftigen Person sind, deren Pflege und Betreuung aber in Folge eines Ausfalls der bisherigen Betreuungskraft (die die Voraussetzungen des Hausbetreuungsgesetzes erfüllt) nicht mehr sichergestellt werden kann.

Gilt die Sonderbetreuungszeit auch für Menschen mit Behinderung?

Ja. Sie gilt auch im Fall von Menschen mit Behinderungen unabhängig von deren Alter, die entweder auf Grund freiwilliger Maßnahmen zu Hause betreut werden oder die üblicherweise in einer Einrichtung der Behindertenhilfe oder einer Lehranstalt für Menschen mit Behinderungen betreut oder unterrichtet werden und diese Einrichtungen nun eingeschränkt oder geschlossen werden.

Die Vereinbarung einer Sonderbetreuungszeit ist auch möglich, wenn Menschen mit Behinderungen üblicherweise die persönliche Assistenz in Anspruch nehmen und diese in Folge von COVID-19 nun nicht mehr sichergestellt ist. Die Sonderbetreuungszeit kann in diesem Fall von Angehörigen der zu betreuenden Person in Anspruch genommen werden. Ein gemeinsamer Haushalt wird nicht vorausgesetzt.

Wenn Sie auf Grund Ihrer familiären Verpflichtungen die Betreuung der betroffenen Personen übernehmen müssen, können Sie mit Ihrem Arbeitgeber dafür eine „Sonderbetreuungszeit“ von bis zu drei Wochen vereinbaren.

Finanzieller Vorteil für Ihren Arbeitgeber

Der Vorteil dieser bis zu drei­wöchigen Frei­stellung liegt in einer finan­ziellen Förderung: Ihr Arbeit­geber erhält für die Dauer Ihrer Frei­stellung ein Drittel seiner Lohn­kosten vom Bund ersetzt. Das soll möglichst viele Arbeit­geber motivieren, besonders vielen Betroffenen eine solche Sonder­betreuungs­zeit zu ermöglichen.

Downloads

Kontakt