Insolvenzen in Corona-Zeiten: AK hilft auch in der Krise

„Die Insolvenz des Unternehmens ist für die Beschäftigten immer ein Härtefall. In Zeiten von Corona aber umso schlimmer, denn einen neuen Job finden, ist derzeit praktisch unmöglich. Zudem kommt die Unsicherheit, wie fällige Bezüge jetzt ausbezahlt werden. Die AK ist auch in dieser Situation eine verlässliche Partnerin und verhilft den Betroffenen zu ihren Ansprüchen“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl.

Hilfe für Betroffene auf neue Beine gestellt

Um ihren Aufgaben weiterhin gerecht werden zu können, haben die Insolvenz-ExpertInnen in der AK Wien ihre Beratung auf völlig neue Beine gestellt. „Das ist vor allem bei größeren Insolvenzen eine Herausforderung“, erklärt Karin Ristic, Leiterin der Abteilung Insolvenzschutz in der AK Wien. 

Aktuell werden viele Termine in den digitalen Raum verlagert. So werden Einzelgespräche auch telefonisch absolviert und Veranstaltungen für Gruppen auch via Telefon- oder Videokonferenz abgehalten. „Besonders wichtig ist natürlich, dass wir die zur Vertretung erforderlichen Formulare und die zur Berechnung der offenen Forderungen notwendigen Lohnunterlagen bekommen“, betont Ristic.

Ansprüche sind durch den Insolvenz-Entgelt-Fonds gesichert

AK Expertin Ristic macht auch darauf aufmerksam, dass die betroffenen Beschäftigten auch Informationen auf der AK Homepage bekommen und betont: „Wichtig ist, dass die offenen Ansprüche so rasch wie möglich als Insolvenz-Entgelt ausbezahlt werden.“

Gesichert sind die Ansprüche der Beschäftigten durch den Insolvenz-Entgelt-Fonds – und zwar bis zu sechs Monate rückwirkend. Offene Ansprüche können sein: Entgelt, nicht verbrauchter Urlaub, Sonderzahlungen, eine Abfertigung nach altem Recht oder eine Kündigungsentschädigung, je nachdem, wie das Arbeitsverhältnis beendet wurde.

Die AK hilft den Mitarbeiter:innen durch Berechnung und Durchsetzung der Ansprüche. Der Insolvenz-Entgeltfonds und der Masseverwalter prüfen die Ansprüche. Die AK setzt sich dafür ein, dass die Prüfung rasch erfolgen kann und Insolvenz-Entgelt ausbezahlt werden kann.

Vertreten werden die Arbeitnehmer:innen sowohl im gerichtlichen Insolvenzverfahren als auch im Verfahren zur Geltendmachung der Ansprüche vor dem Insolvenz-Entgelt-Fonds vom ISA, einem gemeinsamen Verein von AK und Gewerkschaften. Die Vertretung durch den ISA ist für die Beschäftigten kostenlos.

Kontakt

  • © 2023 Bundesarbeitskammer | Prinz-Eugen-Straße 20-22 1040 Wien, +43 1 501 65

  • Impressum
  • Datenschutz