3.3.2014

Das Grundbuch

Das Grundbuch wird vom zuständigen Bezirksgericht geführt und ist nach Katastralgemeinden und innerhalb dieser nach Liegenschaften geordnet. Liegenschaften (auch Grundbuchskörper genannt) sind mit Einlagezahlen (EZ) bezeichnet und dokumentieren

  • das oder die Grundstücke, die zur Liegenschaft gehören,
  • Personen denen sie gehören (Eigentümer) mit den jeweiligen Anteilen,
  • die Beschränkungen, mit denen die Grundstücke belastet sind sowie
  • Hinweise auf die letztgültigen Eintragungen (Tagebuchzahlen TZ).

Jedermann/frau ist berechtigt in das Grundbuch einzusehen, indem er/sie sich gegen Gebühr bei einem Grundbuchsgericht, bei Ingenieurkonsulenten für Vermessungswesen, Notaren oder Rechtsanwälten einen  Grundbuchsauszug besorgt.

Das Grundbuch wurde in seiner heutigen Rechtsform bereits 1883 zum verbindlichen Nachweis des Eigentums und privatrechtlicher Verpflichtungen und Lasten an Grundstücken geschaffen. Seit 1990 sind alle Eintragungen österreichweit digital vorhanden und abrufbar; sie genießen als öffentliches Buch umfassenden Vertrauensschutz aller rechtsbegründenden Eintragungen. Im Hinblick auf diese Rechtswirkung unterliegen Eintragungen in das Grundbuch strengen Formvorschriften.