Österreich braucht mehr Uni-Absolventen

AK unterstützt die Studierenden

„Dass die Chancen der jungen Leute in der Bildung ungleich verteilt sind, das ist der Kern des Problems“, sagt Herbert Tumpel, Präsident der Arbeiterkammer Wien (AK) zu den laufenden Protesten an den Universitäten. Die AK unterstützt die Studierenden und die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH), bessere Studienbedingungen zu erreichen und Zugangs-beschränkungen abzubauen bzw zu verhindern.

Brieftasche der Eltern darf keine Rolle spielen

Tumpel fordert, dass der Bildungsabschluss und die Brieftasche der Eltern keine Rolle spielen dürfen. „Österreich braucht mehr, nicht weniger Studierende. Herausragende AbsolventInnen brauchen wir für die Wirtschaft, die Forschung und die Lehre. Das erreichen wir nur, wenn es endlich Chancengleichheit in der Bildung gibt.“ Der AK Präsident fordert außerdem bessere Studienbedingungen auch für berufstätige Studierende.

Hochschulabschlüsse steigen nur langsam

Die vor wenigen Wochen präsentierte OECD-Studie „Bildung auf einen Blick“ zeigt, dass in Österreich die Ausbildung der Kinder noch immer stark von jener der Eltern abhängt. Außerdem belegt die OECD, dass in Österreich bloß 40 Prozent eines Jahrgangs ein Studium anfangen und die Zahl der Hochschulabschlüsse nur langsam steigt. Wenn wir hier nichts ändern, verlieren wir den Anschluss an unsere Nachbarn. Deshalb ist der freie Hochschul-zugang so wichtig und muss von sozialen Maßnahmen flankiert sein.

Wenn wir nicht auf das Potenzial von tausenden jungen Menschen verzichten wollen, müssen wir dringend dafür sorgen, dass die Ausbildungschancen der Kinder nicht länger von der Bildung der Eltern abhängen, alle müssen Bildung bekommen können, die wirklich Chancen bringt.

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