Neue Impulse für die Familienpolitik

Die Bundesarbeitskammer (AK) und die Industriellenvereinigung (IV) setzen sich gemeinsam für eine Reform der Familienförderung ein.

Hauptziel der gemeinsamen Vorschläge von Arbeiterkammer und Industriellenvereinigung soll eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sein. „Einer Alleinerzieherin von einem Zweijährigen, die im Handel arbeitet, hilft ein Kindergarten-Platz weit mehr als ein Steuerabsetzbetrag“, ist sich Tumpel sicher.

Durch den Ausbau der Kinderbetreuung könnten mehr als 10.000 Arbeitsplätze in der Kinderbetreuung selbst geschaffen werden. Darüber hinaus könnten mehr als 27.000 Eltern – vor allem Mütter – erwerbstätig sein, die zuvor durch Betreuungspflichten daran gehindert waren. „Davon profitieren beide Seiten: Betriebe ebenso wie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betont Sorger.

Die Mittel der Familienförderung wären außerdem zielorientierter und effizienter eingesetzt, der Verwaltungsaufwand dagegen geringer. „Die Rechnung geht auch für den Staat auf“, sagt Sorger: „Durch die neue Familienförderung würde ein Einsparungsvolumen von 100 Millionen Euro frei.“

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