Mehrweg bei Getränkeverpackungen vorantreiben - jetzt

„Mehrweg-Lösungen bei Getränkeverpackungen zahlen sich aus, für die Umwelt und die Konsumenten und Konsumentinnen“, sagt Werner Hochreiter, Umweltexperte der AK Wien. Die Sozialpartner haben im Sommer auf Wunsch des Nationalrats ein Maßnahmenpaket für die Trendwende zu mehr Mehrweg-Gebinden vorgelegt.

Mehrweg-Lösungen zahlen sich aus

Die Umsetzung der Sozialpartnerempfehlung Mehrweg muss rasch für Konsumenten und Konsumentinnen sichtbar werden. Eine Schlüsselstellung haben hier sowohl die Maßnahmen im Lebensmittelhandel als auch die nötige Öffentlichkeitsarbeits-Kampagne des Umweltministers. Dass Mehrweg-Gebinde vor allem im regionalen Vertrieb viele Vorteile aufweisen, bestätigen Studien, wie etwa die an der Wirtschaftsuniversität vorgestellte Internationale Studie von Pricewaterhouse Coopers (PwC), die auch viele Überlegungen des Sozialpartnerpakets bestätigt.

Seit langem kritisiert die AK, dass im Handel immer mehr Wegwerfgebinde und immer weniger Mehrweg-Flaschen angeboten werden. Die Konsumenten und Konsumentinnen haben keine faire Wahl mehr zwischen umweltfreundlichen Angeboten und Wegwerfangeboten. Das muss besser werden.

Sozialpartnerempfehlung liegt vor

Zentrales Ziel der im Juni 2011 zwischen den Sozialpartnern vereinbarten Empfehlung ist es, diesen Rückgang zu stoppen und die Getränkemehrwegsysteme mindestens bei 22 Prozent zu halten. Dazu beitragen soll vor allem, wozu sich der Lebensmittelhandel per freiwilliger Selbstverpflichtung verpflichtet hat: eine ansprechendere Präsentation und Bewerbung von Getränken in Mehrweggebinden im Handel sowie mehr Preisaktionen, wie sie gerade bei Getränken üblich sind. Weiters müssen die Mehrweggebinde für die KonsumentInnen komfortabler werden, etwa durch leichtere Glasflaschen und tragefreundliche Sechserträger.

Dazu ist auch die in der Empfehlung vorgeschlagene Öffentlichkeitsarbeitskampagne unerlässlich. Hier muss der Umweltminister endlich voranschreiten, um die teilweise geschwundene Wertschätzung für den Gedanken der Wiederverwendung wiederherzustellen und die bestehenden Vorteile von Mehrweg in ökologischer Hinsicht richtig darzustellen und wertzuschätzen, so Hochreiter. Die Sozialpartnerempfehlung wird nur Erfolg haben, wenn die vorgeschlagenen Maßnahmen auch für die Konsumenten und Konsumentinnen wahrnehmbar sind und von ihnen angenommen werden. Die Arbeiterkammer steht zum gemeinsam geschnürten Paket.

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