Marchl Stahlbau GmbH

Das Stahlbauunternehmen Marchl beschäftigt 23 MitarbeiterInnen. Zum Kerngeschäft zählt die Erzeugung von Türen und Toren sowie Montagen und Wartungen auf dem Stahlbausektor. Ein Teil der MitarbeiterInnen werden auch an Großunternehmen verleast. In den letzten Jahren konnten mit der Einführung des SGM der AUVA wesentliche Verbesserung in der technischen als auch organisatorischen Arbeitssicherheit erzielt werden.

Da kaum Unfälle passieren und kleinere Schnittverletzungen, Verbrennungen und Quetschungen von den MitarbeiterInnen nicht allzu ernst genommen werden, war es bisher nicht möglich, das Sicherheitsbewusstsein aller MitarbeiterInnen nachhaltig zu stärken.

Projekt "Alle für einen, einer für alle"

Diese Situation sollte mit dem Projekt "Alle für einen, einer für alle" verändert werden. Es setzt auf die Integration aller MitarbeiterInnen in die Sicherheitsarbeit. Wesentlich ist, dass alle mitmachen - auch die Chefs!

In mehreren moderierten Gesprächsrunden nannten MitarbeiterInnen jene Bereiche, in denen sie die größten Probleme orteten und aus ihrer Sicht der Sicherheitsstandard erhöht werden sollte.

Kleingruppen von 3-4 Personen (inkl. Vorgesetzte) widmeten sich je einem Problembereich. Sie erarbeiteten innerhalb von zwei Monaten ein Maßnahmenpaket mit konkreten Lösungsvorschlägen und überprüften deren Wirksamkeit.

Um möglichst viele MitarbeiterInnen einzubinden, wurden die Problembereiche nach zwei Monaten auch noch von einer zweiten Gruppe bearbeitet.

In selber Weise wurde der Kernbereich "Ordnung und Sauberkeit" behandelt.

Mehr Sicherheitsbewusstsein, Effektivität und Effizienz

Durch die neuen Sicherheitsaufgaben für alle MitarbeiterInnen wurde das Sicherheitsbewusstsein wesentlich gesteigert. In den Moderationen kam auch erstmals das Thema Gesundheit zur Sprache, was Maßnahmen zur Hebung des Hygienestandards zur Folge hatte.

Die Anzahl der kleinen Verletzungen sind erheblich zurückgegangen und damit auch die Wahrscheinlichkeit eines schwereren Unfalles.

Durch die Verbesserung der Ordnung und Sauberkeit konnten die Materialverluste reduziert werden. Durch Arbeiten mit zuverlässigem Werkzeug wurde die Qualität nachhaltig verbessert.

Die im Projekt definierten Überprüfungen wurden zu einer Dauereinrichtung. Im Rahmen von weiteren Moderationen wird der Standard regelmäßig abgefragt.

Umsetzungspotenzial für andere Betriebe (insbes. KMU)

Dieses Projekt kann in jedem Kleinbetrieb umgesetzt werden. Es konnten deutliche Erfolge mit relativ geringem Aufwand erzielt werden. Jeder Kleinbetrieb hat durch die Beteiligung seiner MitarbeiterInnen an Sicherheitsprojekten nicht nur die Gelegenheit, den Arbeitsschutz weiterzuentwickeln, sondern auch große Chancen die Qualität und Produktion zu stabilisieren.

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