Lebensmittel von geklonten Tieren
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Der Eurobarometer (Umfrage unter 27.000 EuropäerInnen) zum Thema Klonen von Tieren hat klar aufgezeigt, dass KonsumentInnen Lebensmittel von geklonten Tieren nicht haben wollen. ÖsterreicherInnen lehnen "Klonlebensmittel" am stärksten ab.
Bei uns sagen mehr Leute als anderswo in der EU, dass das Klonen von Tieren zur Lebensmittelproduktion durch keine Gründe rechtfertigtbar ist. Neun von Zehn Österreichern (bzw 8 von 10 Europäern) wollen eine klare Kennzeichnung, sollten solche Lebensmittel in die Supermärkte kommen.
Noch gibt es keine, aber die USA hat Anfang 2008 Lebensmittel von geklonten Rindern, Schweinen und Schafen zugelassen, nachdem die FDA diese Produkte als sicher eingestuft hat. Eine Kennzeichnung gibt es für diese Produkte in den USA nicht.
In Europa wird über "Klonlebensmittel" auch bereits länger diskutiert. Das Europaparlament verlangte unlängst von der Kommission einen Gesetztesvorschlag, der solche Lebensmittel verbietet. Auch die meisten EU-Staaten sprechen sich in für eine eigene EU-Regelung von Lebensmitteln von geklonten Tieren aus.
Die europäische Lebensmittelbehörde hat in einem Gutachten festgestellt, dass Milch und Fleisch von geklonten Tieren genauso sicher sind wie herkömmliche Produkte, schränkte aber auch ein, dass wenig Daten zur Verfügung stehen.
Nun ist die EU-Kommission am Zug und soll so schnell wie möglich einen Gesetzesvorschlag ausarbeiten, verlangt die AK. Die derzeitige Regelungslücke ist inakzeptabel. Es ist damit zu rechnen, dass die Amerikaner - wie bei den gentechnisch veränderten Lebensmitteln - drängen werden, solche Produkte auch auf dem EU-Markt zu bringen. Daher brauchen wir rasch eine entsprechende EU-Regelung, die - wenn schon ein Verbot aus WTO-rechtlichen Gründen nicht möglich ist - jedenfalls eine klare Kennzeichnung vorsehen muss.
Auch wenn die Milch oder das Fleisch von geklonten Tieren für den menschlichen Konsum genauso geeignet ist wie jenes anderer Nutztiere, gibt es jede Menge ethischer Gründe, die dagegen sprechen. Das durchs Klonen hervorgerufene Tierleid ist inakeptabel. Viele geklonten Tiere haben Krankheiten, verenden verfrüht.
Zudem kann mittelfristig durch das Klonen von Tieren die genetische Vielfalt in der Nutztierwelt noch weiter eingeschränkt werden, wodurch die Anfälligkeit der Tiere für Krankheiten weiter steigt und die Versorgungssicherheit mit (tierischen) Lebensmitteln gefährdet wird. Und auch der Konsumentenwunsch muss berücksichtigt werden. Daher verlangt die AK im Chor mit allen anderen europäischen Konsumentenschutzorganisationen: kein Klonen von Tieren im Lebensmittelbereich!
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