Gaspreis-Erhöhung jetzt nicht gerechtfertigt!

Teurere Gaspreise für Ostösterreich

Teurer Sprit, hohe Lebensmittelpreise und jetzt ist die nächste Belastung in Anmarsch – teurere Gaspreise für Ostösterreich ab April. „Das ist nicht nachvollziehbar“, sagt Günther Chaloupek, Leiter des Bereiches Wirtschaft in der AK zu den angekündigten Preiserhöhungen von Wien Energie, EVN, BEGAS, Linz AG und der erdgas Oberösterreich.

„Die in der Gasbranche übliche Bindung des Gaspreises an den Ölpreis schlägt sich frühestens in einem halben Jahr auf die Gaspreise nieder. „Eine sofortige Preiserhöhung ist daher sachlich nicht zu begründen“, kritisiert Chaloupek. Die AK fordert die Gaslieferanten auf, die Preiserhöhungen derzeit nicht durchzuführen.

Preiserhöhungen wurden gleich weitergegeben

Der Rohölpreis lag vor einem halben Jahr (Oktober 2010) noch bei 82 Dollar pro Barrel, also weit weg von den derzeitigen Höchstpreisen um die 113 Dollar pro Barrel. Außerdem zeigt der AK Energiepreismonitor: Die Gasunternehmen haben bislang Preissenkungen nur äußerst zögerlich weitergegeben, Preiserhöhungen aber gleich: Der Großhandelspreis für Gas sank seit Juli 2008 bis März dieses Jahres um 13,3 Prozent. Trotzdem erhöhte die Mehrheit der von der AK überprüften elf Gaslieferanten im Erhebungszeitraum ihre Gaspreise für die Verbraucher.

Der Energiepreisindex für Gas – der die Preise aller Gasanbieter wiederspiegelt – stieg im gleichen Zeitraum um fünf Prozent in die Höhe. Wien Energie und BEGAS haben zwar als einer der wenigen Gasanbieter in diesem Zeitraum die Gaspreise um 4,6 Prozent und 12,3 Prozent gesenkt. Allerdings wäre mehr drinnen gewesen. Die EVN und die erdgas Oberösterreich haben ihre Preise in diesem Zeitraum sogar erhöht, und zwar um 9,1 Prozent und um 7,8 Prozent.

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