Beschäftigte der Energieversorger verdienen einen fairen Anteil am Betriebserfolg
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Der Blick auf die Ertragslage, die Stabilität und die Personalkennzahlen der österreichischen Energiewirtschaft zeigt: Die Energieversorger konnten gute Ergebnisse erzielen. AK Präsident Herbert Tumpel betont deshalb: „Den Unternehmen geht es gut, bei den Ausschüttungen wird nicht gespart. Jetzt sollten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen fairen und gerechten Anteil an den Betriebserfolgen erhalten.“
Gute Ergebnisse aus dem Kerngeschäft
Die Gewinne aus dem Kerngeschäft konnten 2010 fast um ein Drittel (oder 124 Millionen Euro) auf 538 Millionen Euro gesteigert werden. Das zeigt die Analyse der veröffentlichten Jahresabschlüsse von 13 regionalen und Landesenergie-Versorgern (BEWAG, Energie AG, KELAG, KELAG Netz, Salzburg AG, STEWEAG-STEG, TIWAG, VKW, Wienstrom, Linz Strom, Illwerke, EVN, EVN Netz).
Selbst der Verbund, der sein Ergebnis von 2009 nicht halten konnte, weist mit einer EBIT-Quote (Anteil der betrieblichen Gewinne am Umsatz) von 25,6 Prozent noch immer ein hervorragendes Ergebnis aus dem Kerngeschäft auf.
Anteil für Personalaufwendungen wurde reduziert
Einen nicht unbeträchtliche Rolle spielte dabei offenbar die Personalpolitik der Energieversorger: Der Anteil des Personalaufwand an der Betriebsleistung verminderte sich bei den Landesenergieversorgern 2010 gegenüber zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 10,6 Prozent.
„Es ist bedenklich, wenn Unternehmen Gewinne auf Kosten ihrer Belegschaft steigern. Diese Entwicklungen sind nicht zu begrüßen“, sagt Herbert Tumpel dazu: „Jetzt gilt aber: Wenn die ArbeitnehmerInnen schon mehr Leistung erbringen mussten und für die Unternehmen gute operative Ergebnisse erwirtschaftet haben, dann sollten sie nun wenigstens auch an den Betriebserfolgen teilhaben.“
Hohe Stabilität, stabile Dividenden
Gleichzeitig wurden die Dividendenbeschlüsse der Landesenergieversorger im Jahr 2011 – ausgehend von den Ergebnissen 2010 – erhöht. Die gesamte Branche kann hohe Eigenkapitalquoten und durchgängig stabile Finanzierungs-strukturen aufweisen.
Der Eigenkapitalanteil stieg bei den Landesenergieversorgern im Jahr 2010 von 50,3% auf 51,2% und beim Verbund von 37,3% auf 44,5%. „Vor diesen Hintergründen muss es auch möglich sein, die Kaufkraft der Beschäftigten spürbar zu stärken“, sagt Tumpel abschließend.
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