Ausschüttungen: Gewinne sollten ins Unternehmen investiert werden
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ATX Konzerne steigern Dividenden
„Nachhaltige Unternehmenspolitik sieht anders aus“, sagt AK Präsident Herbert Tumpel zur Ausschüttungspolitik der ATX-Konzerne: Die ATX Unternehmen haben gute Ergebnisse eingefahren: Für alle ATX rechnet die AK mit einem Ausschüttungsvolumen von 2 Mrd Euro, davon sind 1,6 Mrd bereits bekanntgegeben worden.
Tumpel fordert: „Gewinne müssen künftig als Zukunftssicherung im Konzern gehalten werden. Gerade in wirtschaftlich instabileren Zeiten ist es wichtig zu investieren und darauf zu achten, dass genügend Reserven vorhanden sind, um die Unternehmen nachhaltig abzusichern. Den Großteil des Gewinns an die Aktionäre auszuschütten ist dagegen kontraproduktiv.“
Fakten
Die Fakten aus der Ausschüttungsanalyse der AK Abteilung für Betriebswirtschaft:
1. Für alle ATX-Unternehmen wird mit einem Ausschüttungsvolumen von 2 Milliarden Euro gerechnet, davon sind 1,6 Milliarden bereits bekanntgegeben worden. Drei Viertel der ATX Unternehmen steigern ihre Dividende, im Durchschnitt sogar um 15 Prozent.
2. Ihre Dividenden zurücknehmen mussten die Erste und die Telekom auf Grund außerordentlicher Abschreibungen von Beteiligungen und damit verbundenen hohen Ergebniseinbrüchen.
3. Die höchsten Dividenden zahlen OMV, RBI, Verbund, Telekom und Immofinanz
4. Bei der Telekom wurde sogar trotz Verlust und einem hohem Rückgang des Eigenkapitals eine Dividende ausgeschüttet, anstatt das Geld für notwendige Investitionen und zum Aufbau des Eigenkapitals und damit zur Zukunftssicherung im Unternehmen zu behalten. Darüber hinaus flossen auch Boni ans Management.
5. Einige Unternehmen schütten 2011 mehr aus, als sie Gewinn einfahren konnten: Hier ist neben Wienerberger und Conwert wieder die Telekom mit dabei. Die Post liegt mit einer Ausschüttungsquote von 93 Prozent nur knapp darunter und lässt damit fast ihren gesamten Gewinn an die AktionärInnen fließen.
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