Dienstzeugnis mit „Geheimsprache“

Dienstzeugnis auf „Pferdefüße“ abklopfen

Wer macht das Rennen um den freien Job? Nicht selten hängt das von den Dienstzeugnissen der BewerberInnen ab. Die Arbeiterkammer empfiehlt, Dienstzeugnisse sorgfältig zu analysieren und auf „Pferdefüße“ in positiver Verpackung abzuklopfen. Zur Orientierung bietet die AK Musterzeugnisse.

„Das Gesetz verbietet Zeugnisse, die es ArbeitnehmerInnen erschweren, einen neuen Job zu bekommen“, erklärt AK Arbeitsrechtsexperte Günter Köstelbauer. Vergleichsweise selten stößt er daher in der Praxis auf unverhüllt negative Formulierungen wie: „Wir können den Arbeiternehmer nicht empfehlen“, „Wenn es ihre Gesundheit zuließ, arbeitete sie als…“, „Sein Engagement war ein voller Flop“ oder „Sie baute einen Unfall nach dem anderen“.

Recht auf ein korrekt ausgestelltes Dienstzeugnis

„Zahlreicher und schwerer zu identifizieren sind dagegen Negativ-Botschaften, die sich hinter vermeintlich positiven Formulierungen verstecken. Mitunter sind diese Geheimcodes nur für geübte Augen zu entschlüsseln“, erklärt Günter Köstelbauer.

Im Zweifelsfall sollten ArbeitnehmerInnen ihre Dienstzeugnisse durch die AK überprüfen lassen. Findet sich ein „Pferdefuß“ darin, kann man jederzeit vom Recht Gebrauch machen, ein korrekt ausgestelltes Dienstzeugnis zu verlangen – je nach Kollektivvertragsregelung auch bis zu 30 Jahre rückwirkend! Die Arbeiterkammer bietet Vorlagen für einfache und qualifizierte Dienstzeugnisse zum kostenlosen Downloaden.

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