Arbeitsplätze für Ältere helfen Frühpensionen verhindern

Rund 332.000 Menschen suchen Arbeit

Die Zahl der Arbeit Suchenden ist auch im März gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr gestiegen: rund 332.000 (inkl. SchulungsteilnehmerInnen), das sind um 10.000 oder rund 3 Prozent mehr als im März 2011.

Sorgen bereitet AK Präsident Herbert Tumpel vor allem die Tatsache, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Älteren sich auch im vergangenen Monat ungebremst fortgesetzt hat. Da gibt es von allen möglichen Seiten Tag für Tag gute Ratschläge und Forderungen, dass Ältere länger arbeiten sollen. Und gleichzeitig steigt die Arbeitslosigkeit bei den älteren Kolleginnen und Kollegen.

Es ist sicher begrüßenswert, dass die Arbeitsmarktpolitik gezielte Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit Älterer ins Auge gefasst hat und dafür mehr Geld erhält. Aber wir erzielen hier nur einen Erfolg, wenn vor allem die Wirtschaft, die Unternehmen endlich längeres Arbeiten ermöglichen.

Maßnahmen statt Lippenbekenntnisse

Wir brauchen nicht nur eine offensive Arbeitsmarktpolitik für die Älteren mit umfangreichen Maßnahmen zur gesundheitlichen Rehabilitation, wir brauchen auch die Bereitschaft der Unternehmen, Ältere auch zu beschäftigen. Statt sich nach wie vor zu gerne von Älteren zu trennen, sollten sie in den Betrieben dafür sorgen, dass die Älteren gesund und leistungsfähig möglichst lange in Beschäftigung bleiben können.

Tumpel fordert von der Wirtschaft endlich Maßnahmen statt ständiger Lippenbekenntnisse. „Das ist entscheidend für das gemeinsame Ziel, die Zahl der Frühpensionen zu minimieren.“

Es gibt noch immer massive Defizite beim Gesundheitsschutz sowie die Diskriminierung Älterer bei der innerbetrieblichen Weiterbildung und immer noch kündigen zu viele Unternehmen ältere Beschäftigte und tun zu wenig, damit diese länger in Beschäftigung bleiben können.

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