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Maklerprovision

Seit 1. September 2010 sind die Maklerprovisionen für Mieter von Wohnungen oder Einfamilienhäusern gesenkt, die ohnehin im europäischen Vergleich im Spitzenfeld liegen. Das bringt für die Mieter eine Entlastung im Schnitt von rund 800 Euro. Damit wurde eine langjährige Forderung der AK erfüllt. Es wurde eine entscheidende Entlastung für die Mieter und Mieterinnen erreicht. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einer gerechteren Verteilung der Lasten im Sinne der Mieter.


Für Wohnungskäufer gibt es allerdings keine Entlastung bei der Maklerprovision. Sie bleibt bei drei Prozent des Kaufpreises. Das ist angesichts der steigenden Wohnungspreise eine viel zu hohe Belastung. Hier muss nachgebessert werden. Nachbesserungen fordert die AK auch bei jenen Fällen, in denen eine Tochter- oder Subfirma des Vermieters oder Bauträgers als Makler auftritt, dies wird aus Sicht der AK derzeit unzulässiger Weise als „unabhängige Vermittlungstätigkeit“ gewertet. Die AK fordert ein Verbot von Provisionszahlungen in solchen Fällen.

Was für Mieter gilt
  1. Nur noch 2 statt 3 Bruttomonats-Mieten darf die Provision bei jenen betragen, die unbefristete oder auf über drei Jahre befristete Mietverträge haben

  2. Nur noch 1 statt 2 Bruttomonatsmieten bei jenen, die auf drei oder weniger Jahre befristete Mitverträge haben.

  3. Zusätzlich zur Senkung der Provision für den „normalen“ Makler wurde auch die Provision für makelnde Hausverwalter gesenkt. Sie dürfen nur mehr 1 Bruttomonatsmiete verlangen. Bei auf drei Jahre und kürzer befristeten Mietverträgen dürfen Hausverwalter nur mehr 1/2 Bruttomonatsmiete verlangen.

Keine Existenzgefährdung der Makler

Von Teilen der Branche wird behauptet, die Verordnung bedeute eine wirtschaftliche Existenzgefährdung. Diese ist nach Ansicht der AK in keiner Weise gegeben. Die Reduktion der Mieterprovisionshöchstgrenze könnte durch bisher nicht verlangte Vermieterprovisionen und durch Einstellung von so genannten „Kick-Back-Zahlungen“ an Hausverwalter/Vermieter kompensiert werden.

Bisher ist es Praxis, dass Makler bei der Vermittlung von Mietverträgen vom Vermieter keine Provision verlangen und damit der Mieter in der Regel die gesamte Provisionslast alleine trägt. Dies obwohl der Makler zuerst vom Vermieter beauftragt wird und Dienstleistungen wie etwa das Schalten von Inseraten oder Durchführung von Wohnungsbesichtigungen ausschließlich zum Vorteil des Vermieters erbracht werden. Der Vermieter erspart sich die Kosten der Inserate und den Zeitaufwand, der für Besichtigungen mit Interessenten anfällt.

Der AK sind auch - von Vertretern der Maklerbranche als nicht unüblich bestätigt - Fälle bekannt, in denen nicht nur der Mieter allein dem Makler eine Provision von drei Bruttomonatsmieten bezahlen musste, sondern der Makler daraufhin 30 bis 50 Prozent der vom Mieter bezahlten Provision an den Vermieter oder Verwalter weitergegeben wurden ("Kick-Back-Zahlung").

Ein Problem aus der Praxis muss noch gelöst werden

Nach Ansicht der AK kann sowohl beim Hausverwalter als auch in den Fällen, in denen etwa eine Tochter- oder Subfirma des Vermieters/Bauträgers als Makler auftritt, nicht von einer unabhängigen „Vermittlungstätigkeit“ gesprochen werden. Die Interessen des Mieters oder Käufers können im Fall einer solchen wirtschaftlichen Verflechtung nicht ausreichend berücksichtigt werden. Die AK fordert daher eine sachgerechte Änderung des Maklergesetzes und zwar eine Regelung ähnlich der deutschen Rechtslage. Bei einer solchen rechtlichen oder wirtschaftlichen Beteiligung des Maklers am Wohnungsabgeber oder umgekehrt soll dem Makler gegenüber dem Mieter/Käufer keine Provision zustehen.

Mietaufschlag ungerechtfertigt

Befristete Mietwohnungen sind um mehr als drei Viertel teurer als erlaubt.

Mietvertragsgebühr

Schriftliche Mietverträge sind gebührenpflichtig.

Mietvertrag

Der Mietvertrag regelt Rechte und Pflichten beider Vertragsparteien.

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