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Teilzeitarbeit

„Teilzeitarbeit“ heißt: Sie haben eine kürzere Arbeitszeit vereinbart, als im Gesetz (40 Stunden/ Woche) oder im Kollektivvertrag (z.B. 38,5 Stunden/Woche) vorgesehen ist. 

Änderung der Arbeitszeit

Egal, ob Sie Stunden reduzieren oder wieder länger arbeiten wollen, Sie müssen mit Ihrer Chefin oder Ihrem Chef ausmachen:

  • wie viele Stunden Sie arbeiten                                                                        
  • wie diese Stunden gelagert sind (z.B. an bestimmten Wochentagen, an welchen Vormittagen oder Nachmittagen…)
Achtung!

Die Änderung des Ausmaßes der Arbeitszeit (z.B. 30 statt 25 Wochenstunden) muss schriftlich erfolgen!

Was sind Mehrstunden?

Wenn Sie Teilzeit vereinbart haben und länger arbeiten müssen als ausgemacht, dann leisten Sie Mehrstunden. Arbeiten Sie mehr als 40 Stunden pro Woche, sind das Überstunden.

Achtung!

Teilzeitbeschäftigte ArbeitnehmerInnen sind zur Mehrarbeit nur dann verpflichtet, wenn keine berücksichtigungswürdigen Interessen der Mehrarbeit entgegenstehen (z.B. Kinderbetreuungspflichten).

Geld oder Zeitausgleich für Mehrstunden                                                                                           

  • Für Mehrstunden gibt es in der Regel Geld, Sie können aber auch Zeitausgleich vereinbaren. 
  • Wenn Sie Bezahlung vereinbart haben, bekommen Sie pro Mehrstunde einen gesetzlichen Zuschlag von 25%. 
  • Wenn Sie Zeitausgleich vereinbart haben, bekommen Sie dann den Zuschlag von 25 %, wenn Sie nicht innerhalb eines Kalendervierteljahres Zeitausgleich erhalten haben. Achtung: Es gibt viele Ausnahmen, und auch der Kollektivvertrag kann abweichende Regelung enthalten.
Achtung!

Bei Zeitausgleich oder Gleitzeit kann der Vertrag so gestaltet werden, dass keine Zuschläge bezahlt werden müssen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Betriebsrat, Ihre Fachgewerkschaft oder die Arbeiterkammer. Weitere Infos zu den Zuschlägen bei Mehrarbeit gibt es auch in unserer Broschüre Arbeitszeit/Ruhezeit.

Nein sagen zu Mehrstunden?

Wenn Sie wichtige Gründe haben, müssen Sie keine Mehrstunden machen, z.B. Kinderbetreuung oder ein wichtiger Arzttermin. Ihre Gründe müssen schwerer wiegen als die Interessen der Firma. Bei Elternteilzeit sind Sie zu Mehrstunden nicht verpflichtet. Die Anordnung von Mehrstunden sollte die Ausnahme sein, nicht die Regel! Außerdem sollte Sie der Arbeitgeber sofort informieren, sobald klar ist, dass Mehrstunden anfallen.

Sonderzahlungen bei Mehrstunden

Wenn Sie regelmäßig Mehrstunden leisten, muss das auch bei Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld berücksichtigt werden – außer Sie haben für die Mehrarbeit Zeitausgleich vereinbart.

Keine Benachteiligungen wegen Teilzeitarbeit

Sie dürfen nicht benachteiligt werden, weil Sie Teilzeit arbeiten. Das heißt:

  • Sie müssen auch freiwillige Sozialleistungen (z.B. Weihnachtsgeschenke) bekommen, zumindest im Verhältnis zur tatsächlich geleisteten Arbeitszeit.          
  • Die Teilnahme an firmeninternen Schulungen darf Ihnen als Teilzeitkraft nicht verweigert werden.

Geringfügige Beschäftigung

Auch geringfügig Beschäftigte sind Teilzeit-Beschäftigte – sie sind zwar nur unfallversichert und nicht kranken- oder pensionsversichert, aber: Sie haben Anspruch auf Urlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Sonderzahlungen (Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld), Abfertigung usw.

Arbeitszeit aufstocken

Wenn Sie Arbeitszeit aufstocken oder ganztags arbeiten wollen: Sprechen Sie mit Ihrem Betriebsrat. In vielen Firmen gibt es inzwischen die Vereinbarung, dass offene Vollzeitstellen zuerst den Teilzeitkräften angeboten werden.

Elternteilzeit

Sie haben ein Recht auf Elternteilzeit, wenn Ihr Kind noch unter 7 ist und weitere Voraussetzungen zutreffen. Nähere Informationen dazu finden Sie unter Elternteilzeit.

Altersteilzeit

Altersteilzeit gibt älteren ArbeitnehmerInnen die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit zu reduzieren. Nähere Informationen finden Sie unter Altersteilzeit.

Altersteilzeit

Mit der Altersteilzeit können ältere ArbeitnehmerInnen schrittweise in die Pension gleiten - vorausgesetzt, der Arbeitgeber stimmt zu.

Arbeitszeit & Ruhepausen

Als ArbeitnehmerIn haben Sie Recht auf Feiertags- und Wochenendruhe. Welche Regelungen gelten und wann Sie Anspruch auf Wochen- bzw. Ersatzruhe haben.

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